Schulbeginn für neue Direktorin in Neusiedl/See

Margit Luisser spricht im BVZ-Gespräch zum Schulstart über neue und alte Herausforderungen.

Erstellt am 02. September 2021 | 04:55
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Ablöse. Nikolaus Dinhof legt die Schulleitung voller Vertrauen in die Hände seiner Nachfolgerin Margit Luisser.
Foto: BVZ

Wer dieser Tage eine Schule betritt, der fühlt bereits ein gewisses Kribbeln. Ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm. Ferienstimmung mischt sich mit geschäftigem Treiben. Letzteres ist in der Sportmittelschule vor allem im Zimmer der neuen Schulleiterin zu spüren. Dort empfängt Margit Luisser die BVZ einen Tag vor ihrem offiziellen ersten Schultag am 1. September zum Interview.

Noch ist vieles neu und vielleicht noch nicht ganz auf die Mönchhoferin abgestimmt – wie etwa der Computerzugang – was aber ganz sicher sofort zu sehen ist: Die neue Schulleiterin fiebert dem Schulbeginn bereits mit großer Vorfreude entgegen. Das entgeht auch dem scheidenden Direktor Nikolaus Dinhof nicht, der bei einer letzten Stippvisite seiner Nachfolgerin alles Gute wünscht und mit einem Grinsen im Gesicht sagt: „Es freut mich, dass du da sitzt“ – und auf seinen ehemaligen Schreibtischsessel deutet.

 Die Grundpfeiler in der Pädagogik sind Wertschätzung, Respekt und Anerkennung des anderen. Diese Werte sind im Haus gut grundgelegt. Da möchte ich weiterarbeiten. Margit Luisser, Schulleiterin

Luisser begegnet ihrem Start in der Neusiedler Mittelschule und der Polytechnischen Schule ganz im Sinne Hesses, der da meinte: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber bei.“ Der Reiz liegt für Luisser vor allem in der für sie ungewohnten Größe der Schule. Zuletzt hatte sie drei Jahre eine Mehrfachschulleitung der Mittelschule Pamhagen sowie der Volksschulen in Pamhagen und Wallern inne.

„In der MS Pamhagen hatten wir 75 Schüler, in Neusiedl sind es nun 378, dazu 51 in der Polytechnischen Schule“, zieht sie einen Zahlenvergleich. Es fühle sich gut an, wenn man die Leitung so eines großen Hauses anvertraut bekomme, sagt sie und betont, der Aufgabe mit großem Respekt zu begegnen. Sie möchte ihrem Kollegium organisatorisch alles so richten, dass das Unterrichten leicht falle.

Was reizt sie nun aber an der größeren Schule? Es seien die vielen verschiedenen Persönlichkeiten, sagt sie: „Diversität ist nicht nur ein Wort, mit dem wir uns beschäftigen. Die Schule ist ein gutes Abbild der Gesellschaft. Ein bunter Haufen – mit verschiedenen Begabungen und Stärken sowie unterschiedlichen Herkünften. Wir können viel voneinander lernen“, ist sich die Schulleiterin sicher.

Eine große Herausforderung für den Schulalltag wird auch heuer wieder die Corona-Pandemie sein. „Ohne Corona würde ein riesiger organisatorischer Brocken wegfallen“, weiß Luisser bereits aus den Erfahrungen des vergangenen Schuljahres. Es sei eine spezielle Herausforderung, die Maßnahmen einerseits ordnungsgemäß durchzuführen, andererseits aber auch eine gewisse Schulnormalität zu erreichen.

Übrigens: Ihre pädagogischen Sporen verdiente sich Margit Luisser am Anfang ihrer Karriere teilweise an der NMS in Neusiedl am See. Im Schuljahr 1996/97 unterrichtete sie an mehreren burgenländischen Schulen – obwohl in Mathematik und Physik ausgebildet – Religion. Einige ihrer Unterrichtsstunden standen auch am Neusiedler Stundenplan.