Baustart für orthodoxes Kloster ohne Bartholomaios I.. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat seinen geplanten Österreich-Besuch zur Grundsteinlegung für das orthodoxe Kloster im burgenländischen St. Andrä am Zicksee am 26. September abgesagt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 16. September 2020 (11:41)
Pfarrgründe. In St. Andrä am Zicksee stiftete die Diözese Grund für ein christlich-orthodoxes Kloster. Gegner laufen dagegen Sturm und sammelten Unterschriften für eine Volksabstimmung.
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Grund dafür sei "die derzeitige pandemische Entwicklung in zahlreichen europäischen Ländern und die internationale politische Lage", teilte Bartholomaios laut Kathpress am Mittwoch mit.

Aufgrund der Coronakrise und des politischen Drucks, unter dem das Ökumenische Patriarchat in der Türkei stehe, werde der Patriarch nicht nach Österreich reisen. Die Grundsteinlegung soll dennoch wie geplant am 26. September mit Metropolit Arsenios Kardamakis, Bischof Ägidius Zsifkovics und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) durchgeführt werden.

In einem ersten Schritt soll zunächst die Kirche des ersten orthodoxen Klosters Österreichs gebaut werden. Danach folgen die Zellen für die Mönche, Empfangsräume, eine Bibliothek, das Refektorium, Nebenräume und Werkstätten. Acht bis zwölf Mönche sollen im Kloster Platz finden. Auch ein Gästehaus ist geplant.