Orthodoxes Kloster: LH Niessl will „Klarheit schaffen“. Diözesanbischof und Landeshauptmann über eine Volksabstimmung zu dem geplanten Projekt in St. Andrä am Zicksee.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. Februar 2017 (05:59)
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Präsentiert. Abt Paisios Jung, Bischof Ägidius J. Zsifkovics und Metropolit Arsenios Kardamakis besuchten Anfang 2016 Landeshauptmann Hans Niessl und sprachen mit ihm über das geplante orthodoxe Kloster.
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Die Diözese Eisenstadt hat sich für eine rasche Klärung im anhaltenden Streit um den geplanten Bau eines orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee ( die BVZ hatte laufend zum Thema berichtet, siehe hier und unten) ausgesprochen. Sowohl die Diözese als auch die orthodoxe Kirche stünden hinter dem Klosterbau und hätten von Anfang an gewünscht, „dass ein Kloster dort entstehen soll, wo es auch Gottes Willen ist“.

Bischof: Projekt als Jahrhundertchance für Gemeinde

„Ich bin traurig, dass eine Gruppe von aggressiven Gegnern ein solches Projekt durch massive Stimmungsmache mittels diverser Wanderlegenden und Unwahrheiten behindern will. Sollte eine Volksabstimmung über die Umwidmung des Grundstücks tatsächlich rechtens sein, unterstützt die Diözese Eisenstadt selbstverständlich eine solche, alles soll auf dem festen Boden des Rechtsstaates geschehen. Wichtig ist nur, dass nun seitens der Gemeinde endlich so rasch wie möglich Klarheit geschaffen wird und das peinliche, fast schon schikanöse Hin und Her ein Ende hat“, meint Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zu einer möglichen Volksabstimmung.

Das betont auch Landeshauptmann Hans Niessl, der zu den Projekt-Befürwortern des ersten orthodoxen Klosters in Östereich zählt: „Ich bin ganz der Meinung der Diözese Eisenstadt. Nun geht es darum, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen.“

Mit dem Projekt erhält St. Andrä laut Zsifkovics eine Jahrhundertchance: „Von Papst Franziskus und dem ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. gesegnet, kann dieses Kloster ein Vorreiter der Ökumene der christlichen Kirchen und damit ein internationales Symbol des Friedens, der Versöhnung und des Dialogs in einer Zeit weltweiter Spannungen und Polarisierungen werden.“