Volksabstimmung zu geplantem Klosterbau kommt!. 405 Unterschriften haben die Gegner des geplanten griechisch-orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See) gesammelt. 385 davon sind gültig: Volksentscheid innerhalb von vier Monaten!

Von Redaktion, APA. Update am 24. Januar 2017 (13:19)
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Bevölkerung stimmte zu: Griechisch-orthodoxes Kloster in St. Andrä am Zicksee (hier die Skizzen dazu) soll gebaut werden!
NOEN, zvg

Im Streit um den geplanten Bau eines orthodoxen Klosters wird es laut Gemeinde zu einer Volksabstimmung kommen. Wie Bürgermeister Erich Goldenitsch (SPÖ) am Dienstag  erklärte, sind 385 der 405 von den Gegnern eingebrachten Unterschriften gültig. Das sind deutlich mehr als notwendig wären, um eine Volksabstimmung zu erwirken.

Laut Goldenitsch habe der Gemeinderat nun vier Wochen Zeit, um den notwendigen Bescheid zu erlassen. Danach müsse die Volksabstimmung innerhalb von drei Monaten abgehalten werden.

Anlass des Streits ist die geplante Errichtung des ersten orthodoxen Klosters Österreichs. Die Diözese Eisenstadt hatte dazu der griechisch-orthodoxen Kirche ein 7,6 Hektar großes Grundstück in St. Andrä geschenkt. Die Projektgegner begannen allerdings, Unterschriften gegen den Bau zu sammeln. Nach einer Bürgerbefragung, die zugunsten des Klosters ausging, wurden zuletzt wieder Stimmen gesammelt, um eine Volksabstimmung zu erwirken.

"Bürger gut informiert"

Gerhard Mauersics erklärte seitens der Projektgegner, dass es "relativ leicht" gewesen sei, die Stimmen zu sammeln. Die Bürger seien inzwischen gut informiert. Angesichts des großen Überhangs an Unterschriften zeigte er sich optimistisch, dass es zur Volksabstimmung kommen werde. Gleichzeitig forderte er, dass im Ort wieder Ruhe einkehren möge. "Der Ton ist rau geworden", berichtete Mauersics. Die Menschen, "auch die Befürworter", seien daher aufgerufen, sich zu besinnen.

Der Streit um die Errichtung des ersten griechisch-orthodoxen Klosters im Burgenland schwelt bereits länger. Die Gegner hatten bereits einmal Unterschriften gesammelt, die Gemeinde entschied sich daher Anfang 2016, eine Bürgerbefragung durchzuführen, welche zugunsten des Klosters ausging. Im Dezember 2016 starteten die Gegner erneut eine Unterschriftensammlung um eine Volksabstimmung zu erwirken.