„Step“: Bürgerbeteiligung für Neusiedl 2030. Mit Bürgerbeteiligung soll ein Konzept für die Weiterentwicklung der Stadtgemeinde erstellt werden.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 24. April 2019 (05:36)
BVZ
Blick auf Neusiedl am See von der Taborruine aus (Symbolbild)

Die Stadtgemeinde blickt in die Zukunft: Mit einem einstimmigen Beschluss hat sich der Gemeinderat für ein Stadtentwicklungskonzept und eine Machbarkeitsstudie entschieden. Abgestimmt wurde über die Vergabe der Planungsleistungen, die das Büro AIR Kommunal- und Regionalplanung übernehmen wird.

Beauftragt wurde das Büro mit einem Stadtentwicklungsplan (Step), also der Erstellung eines örtlichen Entwicklungsplanes gemäß des Burgenländischen Raumplanungsgesetzes, eines Gestaltungskonzeptes für das Ortsgebiet und einer Machbarkeitsstudie zur Standortfindung eines neuen Kindergartens und einer neuen Bildungseinrichtung.

Der „Step“ soll die Entwicklung der Stadt für zehn Jahre – also bis 2030 – berücksichtigen. „Unsere Stadt wächst rasant und da ist es sehr wichtig, ein entsprechendes Konzept dafür zu haben, damit man diverse Fehler der Vergangenheit verhindert“, begründet Bürgermeisterin Elisabeth Böhm.

Auf Antrag der Grünen, der von allen Fraktionen Zustimmung erhielt, wird es bei der Erstellung des „Step“ einen intensiven Bürger-Beteiligungsprozess geben. Die Bevölkerung kann sich dadurch bereits bei der Ideenfindung einbringen und im gesamten Erstellungsverlauf mitgestalten. „Das ist für Neusiedl ein neuer Ansatz in der BürgerInnenbeteiligung und ein mutiger, innovativer Schritt in die richtige Richtung“, freuen sich Andrea Kiss und Hannes Linhart von den Grünen.

Auch für die ÖVP ist Bürgerbeteiligung enorm wichtig: „Je nach Interesse und Altersgruppe sollen die Neusiedler auf verschiedenen Ebenen eingebunden werden. Von einem eigenen Jugendforum über Instagram-Foto-Wettbewerbe, Postkartenaktionen und Diskussionsveranstaltungen bis zu einer eigenen STEP-Homepage, auf der sich die Bürger über den aktuellen Planungsstand informieren können, reichen unsere Vorschläge“, so Thomas Halbritter.