Neusiedl: Surfen unter Flutlicht

Heuer findet erstmals in der 20-jährigen Veranstaltungsgeschichte ein Bewerb bei Dunkelheit statt.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 12. März 2018 | 06:25
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Surf Worldcup Neusiedl am See 29042017
Foto: M. Reiter

Der Countdown läuft. In 50 Tagen startet der Surf Worldcup in seine Jubiläumsveranstaltung. Zum 20- jährigen Geburtstag wird einiges neu. Gesurft wird bis in die Abendstunden - unter Flutlicht.

Ein Bewerb, der in den vergangenen Jahren besonders gut beim Publikum angekommen ist, ist der Tow-in Contest. Mit Hilfe eines Jet-Skis wird der Windsurfer auf über 50 km/h beschleunigt, wodurch noch bessere Tricks möglich werden.

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Anlässlich des Jubiläums werden die Vorrunden von 27. bis 30. April bei Flutlicht ausgetragen. „Wir stellen Scheinwerfer im Uferbereich auf und verlegen die Bewerbe in den Abend“, erzählt Organisator Gerhard Polak.

Stündlicher Bootsshuttle nach Podersdorf wird eingerichtet

Dieses Jahr wird nicht nur nächtens gesurft, es gibt auch einen stündlichen Bootsshuttle nach Podersdorf beziehungsweise von dort zurück nach Neusiedl. Damit wird eine Verbindung zum ursprünglichen Austragungsort geschaffen. Immerhin fand der Surf Worldcup 18 Jahre in der Seewinkelgemeinde statt.

Der Hintergrund des stündlichen Shuttles übers Wasser ist allerdings kein nostalgischer, sondern die Zimmersituation in Neusiedl am See. „Es gibt zu wenige Unterbringungsmöglichkeiten und auch keine Chance, in Neusiedl zu campen, deswegen haben wir uns entschlossen einen Shuttle einzurichten“, erklärt Polak im BVZ-Gespräch.

Keine Erlaubnis für Feuerwerk

Nicht alle Ideen für Neuerungen sind für die Organisatoren aber umsetzbar. Die angekündigte Parkraumbewirtschaftung (die BVZ berichtete) wird nicht kommen. „Dafür erteilt uns die BH keine Genehmigung“, ist Polak enttäuscht. „Die Parkraumbewirtschaftung hätte es uns ermöglicht, eine Securityfirma einzusetzen, die auf die Einhaltung einer gewissen „Hausordnung“ achtet. So haben wir etwa gegen Kofferraum-Partys überhaupt keine Handhabe.“

Auch das geplante Feuerwerk kann zum Ärger Polaks nicht abgeschossen werden. Die Naturschutzbehörde verweise auf die Brutzeit der Vögel. „In Podersdorf durften wir aber ein Feuerwerk machen, obwohl die Veranstaltung zur gleichen Zeit war“, zeigt Polak Unverständnis.

Neue Partylocation: ehemaliges Seerestaurant "Casa Bacardi"

Gefeiert darf allerdings - auch in Neusiedl - werden: Dieses Jahr gibt es mit dem ehemaligen Seerestaurant eine neue Partylocation (die BVZ berichtete): In der sogenannten „Casa Bacardi“ wird die Party täglich um 21 Uhr starten.

Das Lokal ist komplett ausgeräumt und wird gerade partytauglich gemacht, sodass selbst in der ehemaligen Küche getanzt werden kann.

Das Partygelände am Prädium gibt es heuer aus Kostengründen nicht mehr.