„Bad Illmitz“ will zum Kurort werden. Seewinkelgemeinde will Anerkennung der Landesregierung, dazu notwendig ist jedoch ein Kurmittelhaus.

Von Pia Reiter. Erstellt am 10. Mai 2017 (05:58)
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Weichen gestellt. Bürgermeiste Alois Wegleitner, Vizebürgermeisterin Helene Wegleitner, Gottfried Haber, Obmann-Stellvertreterin Heidemarie Galumbo und Tourismus-Obmann 2. Landtagspräsident Rudolf Strommer bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes.
BVZ

Die Seewinkelgemeinde hat im Bereich Tourismus große Pläne: Geht es nach den Verantwortlichen, so soll Illmitz so schnell wie möglich ein Kurort werden und der Ortsname bald „Bad Illmitz“ lauten: „Kern unserer Bemühungen ist, dass wir mit der Bartholomäusquelle bereits ein anerkanntes Heilvorkommen haben“, betont Tourismusobmann, 2. Landtagspräsident Rudi Strommer.

„Notwendig sind das Kurmittelhaus und der Wille, das umzusetzen“

Damit die Anerkennung als Kurort durch die Landesregierung erfolgen kann, sind auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen: Seitens der Bezirkshauptmannschaft ist eine Betriebsanlagengenehmigung notwendig, ein Kurarzt und eine Apotheke müssen vor Ort sein. „Diese Voraussetzungen würden wir erfüllen, denn unsere Gemeindeärztin hat die dazu nötige Ausbildung bereits. Was wir noch brauchen, ist ein Kurmittelhaus“, sagt Strommer.

Dieses könnte direkt neben der Bartholomäusquelle am Hauptplatz und von der Gemeinde selbst betrieben oder in einem Hotel oder einer Pension sein, so Strommer, der in dieser Sache bereits beim zuständigen Landesrat Norbert Darabos vorgesprochen hat.

„Das ist machbar und ein weiteres Standbein für den Illmitzer Tourismus. Notwendig sind das Kurmittelhaus und der Wille, das umzusetzen“, meint der Tourismusobmann.

Deshalb war bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes auch Gottfried Haber von der Donauuniversität Krems zu Gast, der einen Vortrag über regionalökonomische Effekte eines Kurortes hielt und die im Auftrag von 106 Kurgemeinden in Auftrag gegeben Studie präsentierte. „Darin wurde herausgearbeitet, dass ein Kurgast eine weit höhere Wertschöpfung im Ort lässt, als ein normaler Gast“, erklärt Strommer. 2016 erzielte Illmitz mit rund 130 Gästebetten 142.000 Nächtigungen.