Podersdorf am See

Erstellt am 12. September 2018, 09:58

von Bettina Deutsch

Übergabe an Rene Lentsch in Podersdorf. Rene Lentsch folgt Doris Neger als interimistischer Geschäftsführer der Podersdorfer Tourismusgesellschaft.

„Neu“ im Amt. Rene Lentsch war bislang als Obmann und Geschäftsführer des Tourismusverbandes bekannt.  |  BVZ Archiv

Nach dem Aufruhr über die plötzliche Abberufung von PTF-Geschäfsführerin Doris Neger (die BVZ berichtete) im Gemeinderat, wurde vergangenen Mittwoch eine Entscheidung gefällt. Rene Lentsch nimmt interimistisch die Fäden vor Ort in die Hand.

Überraschender Abgang. Die scheidende Geschäftfsführerin Doris Neger geht neue Wege.  |  Archiv

„Bei der Gemeinderatssitzung wurde nach der einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses die Abberufung besiegelt und Rene Lentsch zum einstweiligen Geschäftsführer ernannt. Eine Ausschreibung der Geschäfsführung ist in Arbeit“, berichtet Bürgermeisterin Michaela Wohlfart auf Anfrage der BVZ.

Rene Lentsch ist kein Unbekannter auf diesem Gebiet. Zunächst rund sechs Jahre lang als Obmann des Tourismusverbandes tätig, übernahm er im April 2018 als Geschäfsführer die Agenden vor Ort. Ebenfalls am Mittwoch beschlossen wurde, dass die Geschäftsführung des Tourismusverbandes sowie der Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft (PTF) wie bereits in vergangenen Jahren wieder zusammengeführt, Rene Lentsch das Amt in einer Doppelfunktion ausführen wird.

Realisierung laufender Projekte

„Durch den Wechsel soll hinsichtlich laufender Projekte keine Zeit verloren gehen. Wir haben uns vorgenommen, die Tourismusgemeinde gänzlich neu aufzustellen, das Potenzial des Strandbades weiter auszuschöpfen und uns auf die Eckpfeiler Sport und Genuss zu konzentrieren“, erzählt Rene Lentsch. Ob er sich für den ausgeschriebenen Posten bewerben wird, will der interimistische Geschäftsführer von der Entwicklung der kommenden Monaten abhängig machen.

Weniger erfreut über den derzeitigen Stand der Dinge ist die SPÖ unter Vizebürgermeister Franz Josef Steiner: „Wir haben uns dieser Entscheidung nicht angeschlossen. Aufgrund des Wechsels und des interimistischen Beschlusses entsteht der Gemeinde ein finanzieller Schaden. Die Gemeinde muss bis zur Beendigung der Kündigungsfrist von Doris Neger Ende des Jahres doppelt Gehalt bezahlen, bekommt aber nicht die entsprechende Leistung zurück. Das ist nicht in unserem Sinne.“