Neusiedler Gericht zieht in alte Schule. Wegen Sanierungsarbeiten bezieht das Bezirksgericht ein Ausweichquartier in der alten Hauptschule, Franz-Liszt-Gasse 24 .

Von Pia Reiter. Erstellt am 28. Dezember 2016 (05:55)
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Das Bezirksgericht (Bild) wird saniert und barrierefrei gemacht. Ab Ende Jänner finden deshalb die Verhandlungen und der Parteienverkehr in der alten Hauptschule in der Franz-Liszt-Gasse statt, die zu diesem Zweck adaptiert wurde.
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Nun ist es fix: Das Gebäude des Bezirksgerichts Neusiedl am See wird von Ende Jänner 2017 bis Sommer 2018 saniert und barrierefrei gestaltet. Damit das so rasch und reibungslos wie möglich über die Bühne gehen kann, zieht das Bezirksgericht um: Ab Ende Jänner werden alle Verhandlungen und der Parteienverkehr sowie der Amtstag im Ausweichquartier in der Franz-Liszt-Gasse stattfinden. Im Gebäude war vor mehr als 20 Jahren die Hauptschule untergebracht.

Verhandlungen und Parteienverkehr des Neusiedler Bezirksgerichts finden ab Ende Jänner 2017 in der alten Hauptschule in der Franz-Liszt-Gasse (im Bild) statt, die zu diesem Zweck adaptiert wurde.
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„Da die Teile des Gerichtsbetriebes ohne Parteienverkehr, insbesondere die Grundbuchsurkunden sowie das Aktenlager, im alten Gerichtsgebäude bleiben, kann es bei Urkunden- und Akteneinsicht teilweise zu Verzögerungen kommen, weil vorher schriftliche Ansuchen erforderlich sein werden“, bittet Gerichtsvorsteherin Claudia Jaschke um Verständnis.

Das im Jahr 1910 errichtete Gebäude des Bezirksgerichts muss dringend modernisiert werden. „Es gibt keinen Lift, Rollstuhlfahrer mussten bis jetzt von hinten über den Parkplatz, wo es eine schmale Rampe gibt, das Gericht im Erdgeschoss betreten. In den oberen Stock zu kommen, war nicht möglich. Das darf heute einfach nicht mehr sein“, erklärt Jaschke.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird der Eingangsbereich, deshalb in den hinteren Teil des Gebäudes übersiedelt, außerdem werden in diesem Bereich barrierefreie Toiletten errichtet und notwendige Adaptierungsarbeiten durchgeführt. „Da das Haus unter Denkmalschutz steht, ist es schwierig, das alles unter einen Hut zu bringen“, meint die Gerichtsvorsteherin.