Schloss Kittsee wird Gemeindeamt

Vergangene Woche wurde der Plan für das neue Gemeindeamt im Schloss von ÖVP und LIKI beschlossen.

Erstellt am 30. September 2021 | 04:30
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Das Schloss Kittsee wird in intensiver Absprache mit dem Bundesdenkmalamt „auf Vordermann gebracht“, ohne in den historischen Bestand einzugreifen. Die zukünftigen Büroräume werden beispielsweise mittels Kästen aufgeteilt.
Foto: BVZ

Bereits im Oktober 2020 berichtete die BVZ von dem Vorhaben, das Kittseer Gemeindeamt vom Hauptplatz in die Räumlichkeiten des Schlosses zu übersiedeln. In jenen Tagen wurde im Rahmen einer Gemeinderatssitzung der Beschluss für dieses umfassende Bauprojekt gefasst.

Nun, genau ein Jahr danach, wurde auch der Plan - mit der Mehrheit von ÖVP und LIKI (Liste Kittsee), SPÖ und UBFK (Die unparteiische Bürgerliste für Kittsee) enthielten sich ihrer Stimme - endgültig mittels Gemeinderatsbeschluss besiegelt. „Der Plan des Architekturbüros Halbritter u. Halbritter wurde in intensiver Absprache mit dem Bundesdenkmalamt erstellt. Es wurden alle Faktoren berücksichtigt“, betont Bürgermeister Johannes Hornek (ÖVP). „Wir sind jetzt darauf erpicht, so schnell wie möglich die Bauverhandlung zu terminisieren und abzuhalten. Da keine gravierenden, sondern eher kleinere Umbauarbeiten im Inneren geplant sind, können die Bauarbeiten über den Winter stattfinden“, erklärt Hornek. Die Eröffnung und Inbetriebnahme solle noch vor dem Sommer erfolgen.

Langfristig werde allerdings angestrebt, das historische Gebäude, das im Besitz der Gemeinde Kittsee ist, in mehreren Bauabschnitten zu einem Gemeindezentrum umzugestalten und aufzuwerten.

Die Kostenschätzung des gesamten Bauprojektes liege zum jetzigen Zeitpunkt bei ungefähr 900.000 Euro. Finanziert werde das Projekt zu einem Drittel durch die Gemeindemilliarde und „zwei Drittel werden fremdfinanziert. Das Gemeindeamt wird in den rechten Flügel des Schlosses einziehen. Die Fenster werden saniert, die Böden werden abgeschliffen und ausgebessert. Zusammenfassend kann gesagt werden: Das neue Bürogebäude soll die beste Kombination aus Alt und Neu werden. Die neueste Technik in einem historischen, sanierten Gebäude“, resümiert der Ortschef. Im linken Flügel werde außerdem ein Aufzug installiert, um Barrierefreiheit bieten zu können.

In weiterer Folge sind neue Sanitäranlagen, Teeküchen, eine Bibliothek, Multimediaräume, Ausstellungsräumlichkeiten für Künstler der Region, Seminarräume und vieles mehr geplant.

Rund 1.000 Quadratmeter, davon circa 350 für das Gemeindeamt, werden renoviert.