Neusiedler Hallenbad: Lokal-Pächterin untergetaucht. Lokal ist seit 1. September geschlossen. Die Gastronomin ist seitdem für die FZB-Geschäftsführung unauffindbar.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 19. September 2018 (06:17)
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Hallenbad Neusiedl am See Symbolbild
Schützenswert. Geht es nach dem Bundesdenkmalamt, so wird das Neusiedler Hallenbad unter Denkmalschutz gestellt. Fest steht: Die Deckenkonstruktion mit Holzbindern gilt als Pioniertat seitens in Sachen Statik, diese wurden hier erstmals eingesetzt. Foto: Reiter
Pia Reiter

Das Hallenbad-Restaurant steht nach zehn Monaten Gastro-Betrieb erneut ohne Pächter da und ist derzeit geschlossen. Die Situation ist brisant: Die Pächterin Petra Magg habe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Zelte abgebrochen und sei nicht mehr auffindbar, ärgert sich Georg Glerton, Geschäftsführer der Freizeitbetriebe (FZB) GmbH.

„Die E-Mail Adresse gibt es nicht mehr, telefonisch ist sie nicht erreichbar und Whats App Nachrichten öffnet sie nicht einmal“Georg Glerton

Am 31. August lief der Betrieb im Lokal ganz normal. Einen Tag später standen die Gäste allerdings vor verschlossenen Türen. Weder das Hallenbad-Personal noch die FZB-Geschäftsführung wusste über die Schließung Bescheid.

Die Kontaktaufnahme zur niederösterreichischen Pächterin ist vorerst gescheitert. „Die E-Mail Adresse gibt es nicht mehr, telefonisch ist sie nicht erreichbar und Whats App Nachrichten öffnet sie nicht einmal“, erzählt Glerton.

Dabei wäre im Restaurant alles für einen normalen Betrieb vorbereitet gewesen. „Außer dem Registrierkassen-System, das Magg mitgenommen hat, fehlte nichts. Sogar das geklopfte Schnitzelfleisch und verquirlte Eier waren vorbereitet.“

„Sie hat nie gesagt, dass sie aufhören möchte“

Bis dato ist der Pachtvertrag mit Magg aufrecht. Dass das Geschäft im Restaurant nicht nach Wunsch lief, hat die Pächterin der Geschäftsführung im Frühjahr mitgeteilt. Seit Mai ist man der Pächterin deshalb „mit der Pacht entgegengekommen“. Seit damals habe sie kein Gespräch mehr mit der Geschäftsführung gesucht.

„Sie hat nie gesagt, dass sie aufhören möchte“, so Glerton, der rechtliche Konsequenzen in den Raum stellt: „Schließlich hat sie einen Vertrag zu erfüllen, in dem auch die Öffnungszeiten geregelt sind. Sie hat uns ins offene Messer laufen lassen. Das ist sehr unverschämt.“

Unterdessen versucht der Geschäftsführer, kurzfristig einen Ersatz für das Hallenbad-Restaurant zu finden. Er hofft auf einen Gastronomen, dessen Saisonarbeit zu Ende geht und der das Lokal nach der zwei-wöchigen jährlichen Hallenbadsperre (Revision) ab 8. Oktober wieder aufsperren könnte. „Wir arbeiten an einer Lösung“, lässt Glerton im BVZ-Interview wissen.