Noroviren-Verdacht: 93 Kinder erkrankt. Schule nicht mehr gesperrt. Bei neuauftretenden Erkrankungen wird aber ganze Klasse nach Hause geschickt. Von Pia Reiter

Von Pia Reiter. Erstellt am 16. Januar 2017 (14:04)
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Gesperrt. Dieser Zettel an der Eingangstüre informierte über die Schließung der Schule.
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Montags um 7.30 Uhr gab es ein Treffen mit Pflichtschulinspektor und Amtsarzt in der Volksschule, wo eine Einschätzung der aktuellen Lage erfolgte. „Es fehlten noch 36 Kinder, die Erkrankungen haben sich auf circa ein Drittel reduziert“, erklärt Pflichtschulinspektor Werner Zwickl. Die Eltern waren bereits am Sonntag informiert worden, dass der Schulbetrieb montags wieder normal aufgenommen wird.

Eine offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um Noroviren handelt, gab es am Montag nicht, die Stuhlproben werden noch untersucht. „Alle Symptome weisen aber darauf hin, außerdem war die Lebensmittelaufsicht da und hat praktisch ausgeschlossen, dass die Erkrankungen etwas mit dem Essen zu tun haben“, so Zwickl.

Erklärt wurde den Schülern der richtige Umgang mit den Desinfektionsmitteln, die als Maßnahme in jeder WC-Anlage positioniert wurden. Auch wurde den Eltern in einem Schreiben mitgeteilt, dass auch Geschwister 48 Stunden von der Schule oder dem Kindergarten zuhause bleiben sollten, wenn es in der Familie jemand betroffen ist.

Unterricht findet statt. Am Montag wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen, neu erkrankte Kinder mitsamt ihrer ganzen Klasse müssen abgeholt und für 48 Stunden dem Unterricht fernbleiben.
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Treten in der Schule nochmals Fälle auf, werden die Schüler aus der ganzen Klasse nach Hause geschickt, wie etwa jene Werkgruppe von neun Schülern, wo sich ein Kind am Montag im Werkraum erbrach.

Einzelne Fälle gab es bereits Mitte der Vorwoche, wo die Kinder wegen Brechdurchfall nach Hause geschickt wurden. „Am Freitag ist das Ganze dann explodiert. Wir wissen von 93 erkrankten Kindern“, erklärt Zwickl. Besonders betroffen waren die ersten und zweiten Klassen und eine dritte Klasse. Die zuständige Schulbehörde und der Schularzt wurden informiert.

Schulbehörde. Pflichtschulinspektor Werner Zwickl weiß um die aktuelle Lage Bescheid.
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Diese hielt Rücksprache mit dem Amtsarzt. Nach Konsultationen der Landessanitätsdirektion wurde seitens der Bezirkshauptmannschaft dann am Freitag um 11.30 Uhr ein Bescheid erlassen, der die Schließung der Schule bis Sonntag vorsah. In der Zwischenzeit rückte eine von der Gemeinde beauftragte Firma aus Eisenstadt an, um die Schule mit einem virenabtötenden Wirkstoff zu desinfizieren.

Während die Kinderfaschingsparty auf der Mauth am Sonntag nicht abgesagt wurde, entfiel der Flohzirkus am Montag.