Projekt „Connected Kids“: Digital in den Unterricht. Zwei Monate lernten die Schüler der VS am Tabor nicht nur aus dem Schulbuch. Das Tablet war täglicher Begleiter.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 14. Januar 2018 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Fit am Tablet. Die beiden Schüler Xin Yu und Lian.
zVg

„Digitalisierung in der Schule kommt nicht, sie ist schon da“, davon ist Kordula Csukker, Direktorin der Volksschule am Tabor, überzeugt. Wie eine Schule digitale Medien sinnvoll in den Unterricht integrieren kann, zeigten ihre Schüler und Lehrer eindrucksvoll im Rahmen des Projektes „Connected Kids“.

Große Präsentation von Eltern

Ein Projekt, das digitales Lernen fördert und von T-Mobile und dem Projektleiter Paul Kral, Geschäftsführer der Bildungsagentur Know.learn.lead, unterstützt wird. Für zwei Monate wurde die Volksschule mit einem Koffer voller Tablets und mobilem Internet ausgestattet, um den Einsatz digitaler Medien auszuprobieren.

Kurz vor Weihnachten endete das Projekt mit einer großen Präsentation vor Eltern und Interessierten. Vom Ergebnis zeigte sich besonders Projektleiter Paul Kral begeistert: „Ich habe in den vergangenen fünf Jahren schon viele Präsentationen gesehen, so eine aber noch nicht.“

Die Schüler beschäftigten sich nicht nur mit Lernspiele-Apps, Fotobearbeitung und der Orientierung mittels Google Maps und Google Earth, sondern erstellten etwa 46 kleine Videos über den Schulalltag, die zu einem vier-minütigen Schulfilm zusammengeschnitten wurden, produzierten Stop Motion Filme und drehten – ähnlich wie in einem Filmstudio – vor dem „Green Screen“ Botschaften in ihrer Muttersprache mit eigens ausgewählten Hintergrundbild. Auch ein Film über die Heimatstadt Neusiedl am See entstand.

Auf der Suche nach Sponsoren

„Ich bin sehr stolz, was von unseren Schülern tagtäglich geleistet wird. Im Rahmen des Projektes sind viele Potenziale hervorgetreten“, sagt Direktorin Csukker und betont, dass bereits die Kleinsten den Umgang mit digitalen Medien erlernen müssen. Das bedeute auch, die Schüler auf Gefahren aufmerksam zu machen, die im Internet lauern.

Eines ist aber auch für Csukker klar: „Das Tablet ersetzt das Schulbuch nicht, es liefert aber einen zusätzlichen Mehrwert.“ Deshalb ist die Schule bestrebt, das Projekt „auf eigene Faust“ fortzusetzen. Die VS am Tabor ist auf der Suche nach Sponsoren, um Tablets anzukaufen. Auch auf finanzielle Unterstützung der Stadtgemeinde hofft man, schließlich liege die Anschaffung bei etwa 10.000 Euro.