Bruckneudorf: Wirbel um Nachmittagsbetreuung in der „Erbse“

Erstellt am 25. März 2022 | 05:45
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8310270_gre12bn_erbse_vs_c_mueller.jpg
Nur wer die Volksschule in der Erbse besucht, kann auch die dortige Tagesheimbetreuung in Anspruch nehmen.
Foto: Müller
Kinder, die in Bruck zur Schule gehen, dürfen nachmittags nicht in die Betreuung der Erbse.
Werbung

Der Bau der neuen Volksschule bei der „Erbse“ in Bruckneudorf sorgt zwar Großteils für Euphorie in der Bevölkerung, doch hat sich in den letzten Tagen Unmut bei einigen Eltern breitgemacht. Zum Sachverhalt: Jene Bruckneudorfer Kinder, die bereits die Volksschulen in Bruck besuchen, werden großteils weiterhin dort zur Schule gehen. Die „VS Erbse“ startet demnach mit einigen ersten und zweiten Klassen ins Schuljahr 2022/23.

Einige Eltern, samt ihren Schützlingen, waren es bisher gewohnt, dass ihre Kinder am Vormittag eine der beiden Volksschulen in Bruck besuchen, am Nachmittag jedoch von BetreuerInnen im Hort in Bruckneudorf betreut werden. Und hier beginnt die Krux an der Geschichte, denn den Hort wird es in der gewohnten Form nicht mehr geben, da einerseits der Kindergarten renoviert und um eine Krippe erweitert wird, und zum anderen das Betätigungsfeld des Horts in die „Erbse“ wechselt. Aufgrund dessen hatten einige Eltern ihre Kinder bereits im Vorfeld für die Tagesheimbetreuung in der „Erbse“ angemeldet. Wie nun Bürgermeister Gerhard Dreiszker (SPÖ) informiert wurde, ist es jedoch nur möglich, dieses Angebot wahrzunehmen, wenn die Kinder am selben Standort auch die Schule besuchen.

Daher fühlen sich einige Eltern vor den Kopf gestoßen und fordern eine Lösung. „Die ganze Sache tut mir nicht nur für die Eltern leid, sondern ist auch für mich persönlich sehr unangenehm. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, dass wir eine gute Lösung für alle Betroffenen finden können“, betont Dreiszker.

Von Landesseite her heißt es dazu von Bildungsdirektor Heinz Zitz, dass die derzeitige rechtliche Situation bereits geprüft werde und noch Gespräche diesbezüglich zwischen ihm und der Gemeinde stattfinden, wobei er weiters betont: „Aus juristischer Sicht der Bildungsdirektion dürfen nur jene Kinder die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen, wenn sie auch als SchülerIn in der jeweiligen Schule gemeldet sind.“ Nach Lösungsvorschlägen wird also auf allen Ebenen gesucht, wobei gilt: Es muss der Spagat vollbracht werden zwischen juristischen Rahmenbedingungen und praktischen Überlegungen.

Werbung