Zurndorfer stellen "Mundart"-Werk vor . 650 Begriffe und 150 Sprüche haben Werner Dürr und Rudolf Suchy in ihrem Mundartwerk für die Nachwelt festgehalten.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 19. April 2018 (04:05)
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Gute Zusammenarbeit. Bürgermeister Werner Friedl und Autor Werner Dürr bei der Übergabe im Zurndorfer Gemeindeamt. 
zVg

Obwohl die Mundart Bestandteil unserer Region ist, stirbt die Sprache unserer Ahnen nach und nach aus. So wie zu Großmutters Zeiten spricht heutzutage kaum einer mehr, lediglich vereinzelte Ausdrücke schaffen den Sprung von Generation zu Generation.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben sich zwei Zurndorfer Originale, Werner Dürr und Rudolf Suchy, daran gemacht, den Wortschatz ihrer Heimatgemeinde für die Nachkommen in Buchform festzuhalten. Mit „Vom Adamasch bis zur Zwuschl“ ist Zurndorf seit vergangener Woche um ein geschichtliches „Meisterwerk“ reicher.

„Die Idee kam uns beim wöchentlichen Sportlertreff. Mundart und Alltagssprache sind ständigen Veränderungen unterworfen und entwickeln sich weiter. Gerade aus dem Grund ist es uns ein Anliegen, die alten Wörter, die zum Teil nur mehr von der älteren Generation verwendet werden, vor dem Vergessen zu bewahren“, erklären die beiden Autoren ihren Beweggrund.

Begriffe, Redwendungen und Erklärungen

Über Jahre hinweg wurde mit Unterstützung aus der Bevölkerung ein Sammelsurium an Begriffen und Sprüchen der „Zurndorfer Mundart“ zusammengetragen, herausgekommen ist ein Band mit 650 Ausdrucksweisen und 150 Weisheiten aus anno dazumal. Vom „Adamasch“, dem traditionellen Ernteausklang bis zur „Zwuschl“, der Holzgabel einer Gummischleuder ist alles dabei. „Wenn’s am besten schmeckt, soll man aufhören“ heißt es ebenfalls unter anderem humorvoll darin.

„Die Sprache ist das wichtigste Instrument des Menschen sich auszudrücken. Sie verleiht uns Persönlichkeit und Identität. Wir hoffen, dass unsere Mitbürger, vor allem aber die Jugend, das eine oder andere Wort der Sprache unserer Vorfahren dabei neu entdeckt“, sind die Werner Dürr und Rudolf Suchy einig. Das „Mundart“-Werk ist im Gemeindeamt zum Preis von 10 Euro erhältlich, der Reinerlös soll einem sozialen Zweck zugutekommen.