Kittsee: Zank um Sommerfestival . Nach Vorfällen im Rahmen des Kittseer Kulturfestivals wägt Intendant Rudolf Buchmann ab, die Zusammenarbeit zu beenden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. September 2017 (05:55)
Enttäuscht. Intendant Rudolf Buchmann will Kittsee möglicherweise verlassen.
BVZ-Archiv

Noch im Juli stand für Intendant Rudolf Buchmann nach unvorhergesehenen Vorfällen die Zukunft des Kittseer Sommerfestivals auf wackeligen Beinen, nun sieht es fast so aus, als würde sich der langjährige Geschäftspartner endgültig aus dem Schloss zurückziehen.

Rücktrittsankündigung in Mail

„Ich möchte eigentlich nicht mehr weitermachen, während der Festivalplanung mussten wir große Hürden überwinden, um dieses zu einem Erfolg zu machen“ berichtete Buchmann nach Abschluss der Veranstaltung im Interview mit der BVZ.

Schon damals haderte der Organisator mit dem für ihn außerplanmäßigen Ablauf und unerwartet aufgetretenen Schwierigkeiten vor Ort. Die Wochen danach dürften das Fass zum Überlaufen gebracht haben. In einem Mail wandte sich der Leiter des Sommerfestivals sowie des Pannonischen Forums an die Gemeinde, um seinen Rücktritt anzukündigen und die dafür verantwortlichen Gründe zu erläutern.

Buchmann möchte Entschuldigung

Von Lärmbelästigung während der Aufführungen und Hasspostings auf sozialen Plattformen ist dabei die Rede, vom Minus von insgesamt 50.000 Euro ganz zu schweigen. Trotz zahlreichem positiven Feedbacks zieht Rudolf Buchmann einen Schlussstrich unter diese Rechnung und sieht sich „nicht mehr in der Lage, das Festival auf diese Art und Weise fortzuführen“.

Das – ebenfalls unter der Leitung der Familie Buchmann geführte – Pannonische Forum könnte ebenfalls im kommenden Jahr Geschichte sein. „Ich hätte schon zahlreiche Ideen für die weitere Zusammenarbeit, allerdings wünsche ich mir eine Entschuldigung vonseiten der Gemeinde. Erst dann bin ich bereit, über die Zukunft zu sprechen“ sagt Rudolf Buchmann.

Bürgermeisterin Gabriele Nabinger weiß die Wiederbelebung des Festivals zu schätzen. „Über den Rücktritt hat Rudolf Buchmann aber noch nicht persönlich mit mir gesprochen.“