Neusiedler Hallenbad: Endspurt für Finanzplan

Stadt wartet weiter auf Bescheid des Bundesdenkmalamtes. Unterdessen wird ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Erstellt am 06. Juni 2019 | 05:26
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Neusiedler Hallenbad Endspurt für Finanzplan
Nach drei Jahren. Die blaue, 100 Meter lange Rutsche wurde saniert und am Dienstag eröffnet. Foto: BVZ
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Foto: Bischof, NÖP

Im Rahmen der Aktion „Frag die BVZ“ wollte ein Leser aus Weiden am See wissen, wie es mit der Finanzierung des Neusiedler Hallenbades weitergeht. Die BVZ hat bei Stadtrat Heinz Zitz (SPÖ) nachgefragt. Er sitzt im Beirat der Freizeitbetriebe GmbH, zu der das Hallenbad gehört.

Schon in der vergangenen Gemeinderatssitzung hat Zitz das Thema Hallenbad angeschnitten. Ein Finanzplan für ein Sanierungsprojekt sei in Ausarbeitung, ließ er die Gemeinderäte sowie die Zuhörer der öffentlichen Sitzung wissen. Im Gespräch mit der BVZ wurde er etwas konkreter: „Wir sind bereits auf einem guten Weg, einen Finanzplan für die Sanierung des Hallenbades fertigzustellen. Wir warten aber auch immer noch auf ein Gutachten des Bundesdenkmalamts“, sagt er.

Im gleichen Atemzug muss er aber einräumen, dass die Fertigstellung dieses Konzeptes durch die Ausschreibung des Geschäftsführerpostens für die Freizeitbetriebe verzögert worden ist. Wie berichtet, wurde der Posten aufgrund eines mehrheitlichen Gemeinderatsbeschlusses von ÖVP, FPÖ und der parteifreien Gemeinderätin Nakovits mit einer Bewerbungsfrist bis 31. Mai neu ausgeschrieben.

Zitz: „Finanzielle Zusage des Bundes steht“

Der neue Finanzierungsplan für das Hallenbad baut jedenfalls auf ein bereits bestehendes Konzept aus dem Jahr 2014 auf. Die größten finanziellen Brocken betreffen die Wasseraufbereitung und die thermische Sanierung. Der Betonkern ist laut einer Studie, die sich auf Bohrungen beruft, intakt. „Sowohl Betonhülle als auch die Betonbecken sind in Ordnung“, bestätigt Zitz.

Über den Sommer bis in den Herbst hinein sollen mit allen Beteiligten Gespräche geführt werden. „Dazu gehören die Gemeinden im Bezirk und darüber hinaus, Land und Bund“, erklärt Zitz und betont, dass die Zusage des Bundes zur Finanzierungsbeteiligung weiterhin aufrecht sei.

„Das ist im Schulentwicklungsplan festgeschrieben. Das Bildungsministerium beteiligt sich maximal in der Höhe der Kosten, die ein Bau eines neuen Turnsaals kosten würde.“ Und dieser wäre – etwa für das Gymnasium – notwendig, wenn die Schüler aufgrund einer Schließung des Bades im Rahmen des Sportunterrichts nicht mehr schwimmen gehen könnten.

Unterdessen werden immer wieder kleinere Investitionen im Neusiedler Hallenbad getätigt. Erst vor ein paar Tagen wurde die seit drei Jahren still gelegte große Wasserrutsche repariert und gestern wieder eröffnet.