SP-Spitzenkandidat: Überraschung beim Familienfest

Erstellt am 30. Juni 2022 | 05:13
Lesezeit: 3 Min
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Deutsch Jahrndorfs Bürgermeister Gerhard Bachmann mit Potzneusiedls neuem SPÖ-Spitzenkandidaten Mario Szakats.
Foto: BVZ
Statt Andrea Netuschill tritt Mario Szakats für die SPÖ zur Bürgermeister-Wahl an.
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Foto: BVZ

Im Rahmen des Familienfestes der SPÖ Potzneusiedl im Sozialzentrum platzte eine kommunalpolitische Bombe: Nach der Begrüßung von Ortsparteivorsitzender Anita Kahl trat der 29-jährige Mario Szakats vor das Publikum und gab in einer mitreißenden Rede bekannt, dass er wenige Tage zuvor von der Fraktion einstimmig zum SPÖ-Spitzenkandidaten für das Bürgermeisteramt in Potzneusiedl gewählt worden war.

Zudem betonte er: „Ich bin gegen reine Klientelpolitik, so wie es in unserer Gemeinde häufig passiert. Ich stehe für Transparenz, und dass alle Menschen in einer Gemeinde gleichbehandelt werden müssen. In diesem Sinne reiche ich allen politischen Mitbewerberinnen und Mitbewerbern, egal aus welchen ‚Lagern‘ sie kommen, die Hände und sage: Packen wir es gemeinsam an – für mehr Mut und Weitblick – für unser Potzneusiedl! Ich möchte ein Bürgermeister für euch alle sein. Unterstützt mich bitte dabei!“ Er sei überzeugt, dass die SPÖ auf vieles die besseren Antworten habe.

Netuschill tritt einen Schritt zurück

Infolgedessen erläuterte die amtierende SPÖ-Vizebürgermeisterin Andrea Netuschill die Hintergründe. Denn noch im Mai hieß es in einer Aussendung, dass sie ins Rennen um den Bürgermeistersessel geht: „Ich war als Spitzenkandidatin gesetzt. Dann habe ich aber viele Gespräche mit Mario geführt und bin zur Überzeugung gekommen, dass er den Elan, das Engagement und die Unterstützung der Bevölkerung hat, um das Bürgermeisteramt für die SPÖ bei der Wahl zu erreichen.“

Sie lege die Verantwortung daher mit bestem Wissen und Gewissen in jüngere Hände und werde den neuen Spitzenkandidaten mit vollster Kraft unterstützen. Denn Potzneusiedl brauche jetzt diese frische Brise und Marios innovative Kraft.

Pandemie-Politik als Auslöser für Engagement

Szakats sei schon immer politisch interessiert gewesen. Dieses Interesse habe sich mit dem Wahlkampf 2019/2020 von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und seinem Team weiter gesteigert.

„Als auf dem Gesundheitssektor tätiger Mensch habe ich auch die Bundespolitik der letzten Jahre sehr aufmerksam verfolgt. Ich habe Pamela Rendi-Wagner als Ärztin aufmerksam verfolgt, andererseits die Agitationen – insbesondere im Zuge der Corona-Krise – der amtierenden Bundesregierungen der letzten Jahre. Ich habe sehr viel verglichen und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Burgenland und seine Gemeinden hier besser agiert haben als alle anderen“, beschreibt der 29-Jährige seinen Weg in die Politik. Seine soziale und humanistische Prägung habe ihn dann auch dazu veranlasst, SPÖ-Mitglied zu werden.

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