Blaue Gans: „Sind Wirtshaus, kein Nobel-Restaurant“

Am Donnerstag startet das Team um Chefkoch Oliver Wiegand mit kleinen Neuerungen in die neue Saison.

Birgit Böhm-Ritter
Birgit Böhm-Ritter Erstellt am 28. Februar 2019 | 05:45
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Weiden am See - Blaue Gans: „Sind Wirtshaus, kein Nobel-Restaurant“ "Zur blauen Gans"
Mottos für das Mittagsmenü. Chef de Cuisine Oliver Wiegand, Restaurant-Besitzer Bernhard Göschl und Sous Chef Florian Vogl tüftelten am Menükonzept.  Foto: Birgit Böhm-Ritter
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Die beiden Gaststuben in der „Blauen Gans“ sind am Montag noch leer, die Tische nicht gedeckt. Die Winterruhe ist noch eingekehrt. So scheint es aber nur am ersten Blick. In der Küche herrscht bereits reges Treiben. In den Töpfen brodelt es, es wird geschnitten und gerührt. Oliver Wiegand, Chef de Cuisine, und sein Sous Chef Florian Vogl sind mitten in den Vorbereitungen für die Saisoneröffnung. Am Donnerstag startet das Team nach der Winterpause mit frischem Elan in eine neue Saison. Mit kleinen Neuerungen.

Angebot forcieren, „zu erschwinglichen Preisen“

„Wir wollen das Angebot des Mittagsmenüs forcieren und bieten nun unter der Woche sowohl ein 2-Gang-Menü als auch ein 3-Gang-Menü an“, erzählt Eigentümer Bernhard Göschl. „Zu erschwinglichen Preisen“, wie er betont, denn „wir sind kein Nobel-Restaurant, sondern ein Wirtshaus.“

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Die „Blaue Gans“ ist seit Jahren fest in der Weidener Gastroszene verankert. Das Image als Nobelrestaurant soll nun abgestreift werden.
Birgit Böhm-Ritter

Dass der „Blauen Gans“ noch aus Zeiten, in denen Alain Weissgerber (heute Taubenkobel) das Restaurant prägte, ein nobles Image anhaftet, ärgert Göschl ein bisschen. Dadurch gäbe es für einige Leute eine gewisse Hemmschwelle, in die „Blaue Gans“ zu kommen.

Selbst sieht sich das Restaurant in der Seegemeinde ganz anders. Auf der Homepage des Gastronomiebetriebes liest man: „Die Blaue Gans steht für eine einfache und zeitlose Küche, die ganz unaufdringlich wirkt und mit ihrer Schlichtheit überzeugt.“

Geburtstagskinder werden eingeladen

Wiegand legt großen Wert auf regionale und saisonalen Zutaten. Mit großer Leidenschaft verkocht er, was die Natur in der Region bereithält. Mit Beginn der neuen Saison bekommen die Tagesmenüs nun allerdings Mottos. „Am Montag wird der Restltag sein, am Donnerstag der Fleischtag und am Freitag der Fischtag“, erklärt Göschl das neue Konzept. Die 2-gängige Variante wird um 9,90 Euro angeboten, das 3-gängige Menü um 12,90. Besonderes Schmankerl: Geburtstagskinder werden auf ein Mittagsmenü eingeladen.

Die Samstage wiederum sollen ganz im Zeichen der Ente stehen, dem Wetter und der Saison angepasst: „Vielleicht mal mit Salat oder auch mal asiatisch angehaucht.“

Neu ist auch die Möglichkeit, im Club 119 zu speisen. Dort werden nach Reservierung für Gruppen zwischen acht und 16 Personen 6-Gang-Menüs serviert. Geöffnet bleibt der Club vorerst bis 19. April. Spielt das Wetter mit, soll dann die Strandbar am Wasser öffnen.