Rennkart: 9-Jähriger träumt von Weltmeistertitel. Der neunjährige Valentin Bertrand hat ein großes Ziel. Er träumt von einem Weltmeistertitel im Rennkart.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 10. Februar 2018 (05:00)
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Talent. Seit Kurzem ist Valentin Bertrand junges Testimonial für Manner. Sponsoren werden allerdings immer noch gesucht.
zVg

Valentin Bertrand ist neun Jahre, spielt gerne Fußball, mag Lego. Ein kreativer, quirliger Typ, der gerne in Bewegung ist. Ein ganz normaler Junge, könnte man meinen. Anders als die meisten Kinder seines Alters liebt er es allerdings, mit 90 Sachen die Rennstrecke der Brucker Speedworld zu umrunden. Und nicht nur dort.

Mit seinem Kart will er auch international erfolgreich sein. 2017 holte sich der Weidener in einem spannenden Finale den Niederösterreichischen Landesmeistertitel in der Rotax Micro Max Kids Serie.

Bertrand: „Unser Ziel ist Brasil“

Dieses Jahr startet er eine Klasse höher. In der Rotax Max Challenge (RMC) wird an fünf Rennwochenenden in Jesolo, Graz, Budapest, Rechnitz und Bruck der Meister ermittelt. Dieser erhält ein Finalticket für die Weltmeisterschaft in Brasilien. Das Weltfinale – ein Traum für den jungen Motorsportler. „Das ist ein großes Ziel. Nach heutigen Stand vielleicht nicht ganz realistisch, aber man weiß nie, was passiert“, schmunzelt Vater Ferry Bertrand, der seinen Sohn wo es nur geht unterstützt. „Unser Ziel ist Brasil“, scherzen die beiden, um das Ziel insgeheim immer vor Augen zu behalten.

Bevor die Saison richtig losgeht, wird der Kart auf den letzten Stand der Technik gebracht. Ferry Bertrand hat dafür eigens einen Mechanikerkurs absolviert, „geschraubt“ wird allerdings zu zweit. Valentin und sein Vater sind bereits ein eingespieltes Team. Auch trainiert wird meistens gemeinsam. Zweimal wöchentlich steht das Karttraining in der Brucker Speedworld am Programm. Wichtige Tipps bekommt der Nachwuchssportler darüber hinaus von Trainer Michael Fidler, der Valentins Talent als erster erkannte, vor allem seinen „sensationellen Kurvenspeed“.

In etwa zwei Wochen kann Valentin das Training wieder aufnehmen. Seinen ersten Runden nach der Winterpause fiebert er bereits sehnsüchtig entgegen. Die Indoor-Kurse sind dem Neunjährigen bereits zu kurz geworden. Bereits als Viereinhalbjähriger hat sich Valentin mit der Leidenschaft für den Motorsport infiziert. Damals bekam er sein erstes Kart, einen Viertakter. Von Beginn an sei es eine Freude, seinem Sohn zuzusehen, erzählt Bertrand: „Es macht ihm narrisch Spaß.“ Es sei nicht nur die Begeisterung für die Geschwindigkeit, die es seinem Sohn angetan habe.

„Es kommen Kinder mit den gleichen Interessen zusammen, die auch abseits der Rennstrecke Spaß miteinander haben. Wir haben in der Speedworld schon viele interessante Leute kennengelernt. Auch Alexander Wurz kommt regelmäßig mit seinem Sohn Oskar.“

„Auf Skipiste geht es gefährlicher zu“

Dass es für die Eltern nicht immer einfach ist, dem Sohn bei seinem Hobby zuzusehen, will Ferry Bertrand nicht verhehlen. „Klar, es ist ein gefährlicher Sport. Aber die Kinder wachsen mit der Geschwindigkeit auf und sind sehr diszipliniert. Sie wissen, dass Regeln eingehalten werden müssen. Auf so mancher Skipiste geht es gefährlicher zu.“