Weiden am See

Erstellt am 13. Juni 2018, 10:38

von Birgit Böhm-Ritter

Spätstart für „Blaue Gans“. Seit etwas mehr als einer Woche hat das Restaurant im Seepark wieder geöffnet. Mit Oliver Wiegand kocht ein alter Bekannter.

Motiviert in den Saisonstart. Chefkoch Oliver Wiegand und Restaurantleiterin Marietta Gatto.  |  BR

Zu Ostern wollte Bernhard Göschl sein Restaurant „Zur Blauen Gans“ eröffnen. Die Situation am Arbeitsmarkt machte ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Es werde in der Tourismusbranche immer schwieriger, Personal zu bekommen, sagt Göschl: „Wir haben im Dezember beim AMS gemeldet, dass wir einen Koch brauchen. Es hat sich kein Einziger gemeldet.“

Klar war, dass mit Oliver Wiegand als Chefkoch ein Spitzenkoch wieder in die „Gans“ zurückkehrt (die BVZ berichtete), der dem Lokal schon einmal zu einem Höhenflug verholfen hat. Doch erst seit vergangenem Freitag ist das Küchenteam komplett. Nun kann in den Vollbetrieb gestartet werden, ganze sechs Monate nach dem Abschied der Familie Szigeti, die die „Blaue Gans“ zuletzt betrieben hat.

Bodenständiges mit regionalen Produkten

Das Konzept von Wiegand und Eigentümer Göschl ist ein „bodenständiges“: „Oliver kocht ausschließlich mit regionalen Produkten. Meeresfische, irisches Steak oder Austern wird man auf der Karte nicht finden. Ich glaube, das braucht man in einem Landgasthaus nicht“, betont Göschl. Neu ist, dass auch die Strandbar im Seepark von der Blauen Gans aus beliefert wird. Eine kleine Karte wird es geben - „auf der könnte allerdings schon mal ein Salat mit Scampis draufstehen“, so Göschl.

Geschlossen bleibt vorerst der „Club 119“, der sich im gleichen Haus wie die Blaue Gans befindet. „Laut Bescheid von der BH darf die Terrasse nicht geöffnet werden, weil sie „gesundheitsgefährdend“ ist. Wir haben nun rechtliche Schritte gegen diesen Bescheid eingeleitet“, betont Göschl.

Zum konkreten Sachverhalt möchte sich die Bezirkshauptmannschaft (BH) nicht äußern - mit der Begründung, es handle sich um ein laufendes Verfahren. Grundsätzlich sei beim Betrieb einer Terrasse eines Lokales, das auch zu Nachtstunden geöffnet hält, aber zu prüfen, ob für Nachbarn aufgrund von Lärmimmissionen eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte.