Patt nach zwei Wahlgängen: Kassier per Losentscheid

Erstellt am 04. Dezember 2017 | 05:57
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7111294_nsd48bir_johann_hareter_spoe_weiden.jpg
Johann Hareter (SPÖ) hat nun die Agenden des Kassiers in der Hand. Das Los entschied.
Foto: BVZ
Patt nach zwei Wahlgängen bei der Wahl des Kassiers und des Umweltgemeinderates: In Weiden entschied das Los.
Werbung
Anzeige

Die neue Periode des Gemeinderates beginnt in der Seegemeinde gleich mit einem Novum. Erstmals gab es Personalbesetzungen, die durch das Los entschieden wurden.

Ende November kamen die Weidener Mandatare das erste Mal nach der Gemeinderatswahl am 1. Oktober zusammen: Auf der Tagesordnung stand die konstituierende Sitzung und gleich im Anschluss die erste Gemeinderatssitzung, in der unter anderem die Wahl des Kassiers sowie des Umweltgemeinderates am Programm stand.

Gemeindeordnung sieht Los vor: Hareter "gewann"

Die ÖVP nominierte vorerst Beate Gangl für die Position des Kassiers, die SPÖ, die Grünen und Unabhängigen (GUW) sowie die Unabhängige Partei Weiden (UPW) einigten sich auf Klaus Fuhrmann (UPW) als Kandidaten. Kurz vor dem Wahlgang unterbrach die ÖVP die Sitzung und kehrte mit einem neuen Wahlvorschlag zurück: Johann Hareter von der SPÖ.

Die geheime Wahl ging allerdings unentschieden aus. Elf Mandatare stimmten für Hareter (SPÖ), genau so viele für Fuhrmann (UPW). Ein zweiter Wahlgang brachte das gleiche Ergebnis. Die Mandatsverteilung lässt vermuten, dass alle ÖVP-Mandatare, von denen es elf im Gemeinderat gibt, für Hareter stimmten, die anderen Fraktionen, die gemeinsam ebensoviele Mandate halten, geschlossen für Fuhrmann.

Da zwei Wahlgänge kein Ergebnis brachten, musste das Los entscheiden. So sieht es die Burgenländische Gemeindeordnung vor. Das Los entschied zugunsten von Johann Hareter, der seine Wahl zum Kassier in Folge auch annahm.

Die Wahl des Umweltgemeinderates verlief nach dem gleichen Muster. Nach zwei Wahlgängen musste das Los gezogen werden. Garhard Achs (ÖVP) war der Glücklichere, Andreas Rohatsch (GUW) zog sozusagen „den Kürzeren“.

Auf die Frage warum, die ÖVP ihre Nominierung vor der Wahl des Kassiers kurzfristig änderte, antwortet Vize-Bürgermeister Christian Wandler (ÖVP): „Nachdem diese Position jahrelang in ÖVP-Hand gelegen ist, sollte nun die zweitstärkste Fraktion an die Reihe kommen“. Dass die SPÖ-Fraktion allerdings trotzdem für Fuhrmann und nicht für den Kandidaten aus der eigenen Reihe stimmte, sei für die ÖVP überraschend gewesen.

Weiterlesen nach der Werbung