Neusiedler Surf Worldcup heuer „ins Wasser gefallen“. Die Veranstaltung, die zum dritten Mal im Neusiedler Strandbad stattfand, hatte mit dem Wintereinbruch zu kämpfen.

Von Birgit Böhm-Ritter und Paul Haider. Erstellt am 08. Mai 2019 (05:10)
BBR
Die tollen Moves der Surfer und Kiter hätten sich mehr Zuschauer verdient.

Fünf Grad Celsius, Sturm und Regen - Wetterbedingungen wie Ende Februar, allerdings am 5. Mai. Für die Veranstalter des Surf Worldcups ist dieser Sonntag, der als letzter Veranstaltungstag geplant war, aber abgesagt werden musste, symptomatisch für eine verpatzte Veranstaltung.

„Wir haben uns bemüht und die beste Veranstaltung mit dem besten Programm, seit es den Surf Worldcup gibt, auf die Beine gestellt. Gegen den Wintereinbruch hatten wir aber keine Chance“, zieht Gerhard Polak, Geschäftsführer von KGP Events, ernüchternde Bilanz. Die erhofften Menschenmassen blieben angesichts des Wetters aus. Polak spricht gar von dem schlechtesten Jahr seit 1998, also seit es die Veranstaltung gibt.

Selbst bei Sonne „verirrten“ sich nur einige hundert am Gelände

An zwei Tagen, am 30. April, also dem „falschen Samstag“ vor dem Feiertag, und am vergangenen Sonntag musste das komplette Tagesprogramm aufgrund der kalten Temperaturen und des starken Regens abgesagt werden: erstmals in der 21-jährigen Eventgeschichte.

Dabei hätte das Veranstalterteam mit einem hochwertigen Musikprogramm, einer abwechslungsreichen Kulinarik, Attraktionen für Familien, coolen Partys und hochqualitativen Ausstellern, mit viel größerem regionalem Anstrich als in den Jahren zuvor, einem breiten Publikum Großartiges zu bieten gehabt.

„Wir haben alles versucht und sogar am Donnerstag, dem eigentlichen Ruhetag, das Areal aufgesperrt und haben das Dienstagsprogramm nachgeholt, weil das Wetter gut war“, erklärt Polak. Einige hundert Besucher hätten sich an diesem sonnigen Tag auch ins Veranstaltungsgelände „verirrt“, das sei aber zu wenig gewesen.

Positiv resümiert er allerdings in Sachen Sportprogramm: Alle Events seien durchgezogen worden. Die Slalom-Fahrer und Segler hätten guten Wind gehabt, die Kiter wären happy gewesen, und die Windsurfer hätten einen spannenden Tow-in Bewerb gezeigt (siehe Seite 60). „Es ist aber traurig, wenn da niemand ist, der zuschaut, schließlich wollen wir den Besuchern ja diese Sportarten näher bringen.“ Nach der Zukunft des Events gefragt ließ sich Gerhard Polak vorerst kein Statement entlocken.