Fünf Inseln für Jois. Nach dem Bau von 81 Ferienhäusern ist am Ufer des Neusiedler Sees laut Gerhard Rodler keine Erweiterung geplant.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 26. November 2016 (06:27)
BVZ, ZvG
Leben am Neusiedler See. Die „Inselwelt“ von „Wahljoiser“ Gerhard Rodler ist mit dem Bau der 81. Immobilie vollzählig. Die Immobilien sind über ein Brückengeländer individuell erreichbar.

Am Seeufer des Neusiedler Sees hat sich in der Leithagemeinde Jois ein kleiner eigenständiger „Ort“ entwickelt. 81 Ferienhäuser laden zum ganzjährigen „Wohnen“ inmitten der einzigartigen Naturkulisse ein.

Startschuss für die Errichtung vor 15 Jahren

„Als ich vor über einem Jahrzehnt das Projekt ins Rollen gebracht habe, hätte ich nie gedacht, welche Ausmaße das Ganze einmal annehmen wird“ erzählt „Inselwelt“-Gründer Gerhard Rodler.

Der gebürtige Wiener kam eigentlich per Zufall in das kleine Örtchen am Rande des Steppensees und war sofort magisch von ihm angezogen. „Ich habe nach einer Wohnmöglichkeit in Seenähe gesucht und bin in Jois auf fünf leer stehende und in die Jahre gekommene Ruinen gestoßen. Vor Ort kam mir die Idee zur Erschaffung der Inselwelt“ so der Initiator.

Ohne lange zu überlegen, sicherte er sich das Seegrundstück und begann mit der Umsetzung seines Traums. Als Bauträger holte sich der „Wahljoiser“ die „UBM Realitätenentwicklungs AG“ mit ins Boot.

2001 wurde der Startschuss für die Errichtung der Anlage gegeben, nachdem für das besonders sensible Bauland zahlreiche Gutachten und Auflagen bewilligt werden mussten. Heute, fast 16 Jahre später, umfasst Rodlers kleine Welt fünf Inseln mit insgesamt 81 Ferienhäusern. Erreichbar über Brückenkonstruktionen aus Lerchenholz, die das Prinzip des autofreien Wohnens widerspiegeln sollen.

Respekt vor Landschaft als Voraussetzung

Der Naturgedanke zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Wohnbauprojekt. „Die Atmosphäre hier ist das ganze Jahr über faszinierend und das sollten die Bewohner unserer Gemeinschaft auch zu schätzen wissen“ sagt Rodler. Auf der 60.000 Quadratmeter großen Inselwelt haben vor allem Wiener, Niederösterreicher und Steiermarker ihren Ruhepol gefunden, zwei der Domizile sind noch zu vergeben.

„Wir sind mittlerweile eine richtige Gemeinschaft, jetzt fehlt nur noch die Kirche im Ort“ meint Rodler scherzhaft. Eine Erweiterung des Projektes ist nicht vorgesehen, „wir haben das oberste Ende erreicht und das ist gut so“.