Lebensretter in Schwarz-Gelb aus Jois

Erstellt am 23. Januar 2022 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
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Der Lebensretter Balasz Matkovits hat bewiesen, dass Kunden für ihn nicht nur Adressen sind. In einer Notsituation reagiert er schnell und hilft rechtzeitig.
Foto: Ilkerl
Ein Zusteller der Post leistete in Jois einen aufmerksamen Akt der Zivilcourage. Aufgrund seines Einsatzes konnte Schlimmeres verhindert werden.
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Für den Zusteller Balazs Matkovits sind seine Kunden mehr als nur Lieferadressen. Und das hat er am 29. Dezember auch unter Beweis gestellt. Durch seinen Einsatz und seine Zivilcourage wurde er nämlich zum Lebensretter.

Noch am Tag zuvor lieferte er ein Paket an eine ältere Frau in Jois. Als er am nächsten Tag wieder bei ihr war, bemerkte er kleine Veränderungen. Ihr rechter Mundwinkel machte den Zusteller aufmerksam. Auch die Unterschrift schien ihr schwerzufallen. Er erkundigte sich nach ihrem Befinden. Sie meinte, dass es ihr seit ein paar Minuten nicht ganz gut gehe und sie deshalb noch ihre Schwester anrufen werde. Hilfe lehnte sie ab.

Zusteller mit Herz und Zivilcourage

Balazs Matkovits ging daraufhin wieder zu seinem Auto, aber die Situation ließ ihm keine Ruhe. Er läutete nochmals bei der 67-Jährigen, half ihr, sich in der Küche hinzusetzen und brachte ihr ein Glas Wasser. Als sie selbst beim Trinken Probleme hatte, wusste der Zusteller, dass es sich um etwas Ernstes handeln musste. Er suchte die Schwester der Joiserin, welche in der Nachbarschaft wohnte und bat diese, die Rettung zu rufen. Kurz darauf traf diese ein und brachte die Joiserin in das Krankenhaus in Eisenstadt. Die Frau hatte einen Schlaganfall erlitten.

Ein glimpflicher Ausgang und ein Wiedersehen

Inzwischen geht es der 67-Jährigen - den Umständen entsprechend - wieder besser. Am 11. Jänner gab es auch ein Wiedersehen zwischen ihr und dem Zusteller, wobei sich die Joiserin bei ihm herzlich bedankte: „Meine Familie und ich danken dem Herrn Matkovits sehr dafür, dass er so aufmerksam war und Hilfe geholt hat, obwohl ich zögerlich war und zunächst abgelehnt hatte. Ich hätte selbst wahrscheinlich noch zugewartet – aber er hat es sich nicht nehmen lassen und dadurch konnte schnell reagiert und Schlimmeres verhindert werden. Nur durch seinen Einsatz und seine Hartnäckigkeit wurde ich rasch erstversorgt und ging der Notfall verhältnismäßig glimpflich aus.“

„Wenn da eine Vertretung gewesen wäre, wäre die vielleicht einfach wieder gegangen“, zeigt sich Matkovits froh darüber, dass es ihr wieder besser geht.

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