Pflegeheim und Tageszentrum neu für Bezirk Neusiedl. Die Gemeinden Nickelsdorf und Zurndorf bekommen neue Einrichtungen.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:15)
OSG
Betreubares Wohnen in Nickelsdorf. Das Wohnhaus wird unmittelbar neben dem Gemeindeamt errichtet. Die Kirche sowie ein Nahversorger sind wenige Gehminuten entfernt. Ein Seniorentageszentrum wird nun zusätzlich integriert.

Nach der Präsentation des „Zukunftsplans Pflege“ durch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Soziallandesrat Christian Illedits Ende März wird nun bereits intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Der Zukunftsplan umfasst 21 Maßnahmen – ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der von der überwiegenden Anzahl der Senioren gewünschten „Pflege daheim“, einem neuen Anstellungsmodell für pflegende Angehörige und einer verbindlichen Durchsetzung des Prinzips der Gemeinnützigkeit bei allen Anbietern.

Seniorentageszentrum und Pflegeheim

Im Bezirk Neusiedl am See werden zwei neue Projekte in Angriff genommen: ein Seniorentageszentrum in Nickelsdorf und ein Altenwohn- und Pflegeheim in Zurndorf.

In Nickelsdorf sind die Bauarbeiten für das „Betreubares Wohnen“-Projekt seit Herbst 2018 im vollen Gange. Im Rahmen des „Zukunftsplans Pflege“ wird in dieses ein Seniorentageszentrum mit zehn Plätzen integriert. „Bauträger dieses Bauprojektes ist die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, betrieben wird die Einrichtung unmittelbar neben dem Gemeindeamt, mitten im Ortskern, von der Volkshilfe“, klärt der Nickelsdorfer Ortschef Gerhard Zapfl auf.

„Uns ist es besonders wichtig, dass sich die ältere Generation in ihrer Heimatgemeinde wohl und integriert fühlt. Den Senioren soll die Möglichkeit angeboten werden, an dem alltäglichen Gesellschaftsleben teilzunehmen, aus diesem Grund wird die Tagesheimstätte an diesem zentralen Punkt errichtet“, fügt dieser hinzu.

Das Altenwohn- und Pflegekompetenzzentrum in Zurndorf befindet sich derzeit im Gegensatz zum Nickelsdorfer Projekt erst in der Planungsphase. Insgesamt 60 Plätze sollen dort angeboten werden, bei Bedarf auch für Menschen mit Behinderung. Bauträger sei ebenfalls die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, der Samariterbund werde dieses in Zukunft betreiben: „Fakt ist, das Altenwohn- und Pflegeheim wird eine wesentliche Bereicherung für Zurndorf sein. Die Zurndorfer Bevölkerung ist von diesem Bau- und Sozialprojekt hellauf begeistert. Außerdem werden so erneut 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Fläche, auf der gebaut wird, ist ungefähr 10.000 Quadratmeter groß“, informiert der Ortschef Werner Friedl.

„Der Ausbau ergänzt das vorhandene Pflege- und Betreuungsangebot, sodass ein engmaschiges Netz entsteht. Rund 5,8 Millionen Euro werden dafür dann jährlich zusätzlich in die Pflege fließen. Wenn die notwendige Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr gewährleistet werden kann, dann soll eine stationäre Unterbringung möglich sein“, so Soziallandesrat Christian Illedits in der Aussendung.