XXXLutz-Lager: Umstrittener Bau schreitet voran

Der aus Umweltgründen umstrittene Bau des XXXLutz-Zentrallagers im burgenländischen Zurndorf schreitet voran. Der Hochbau sei abgeschlossen, die Fertigstellung für Dezember 2020 geplant, teilte XXXLutz am Freitag anlässlich der Gleichenfeier mit.

Erstellt am 14. August 2020 | 13:14
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Foto: Saskia Jahn

Im Juni waren noch die Umweltschützer von Alliance for Nature beim Bundesverwaltungsgericht mit ihren Einwänden gegen die naturschutzbehördliche Bewilligung des Baus abgeblitzt. Die Grünen zeigten sich damals auch über die Entscheidung enttäuscht.

Das geplante Zentrallager der Möbelkette wird rund 60 Mio. Euro kosten und über eine Gebäudefläche von 120.000 Quadratmetern sowie eine Lagerfläche von 290.000 Quadratmetern verfügen. Die Erdarbeiten erfolgten in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Neben vielen Kleinfunden wurden auch eine römische Villa, Grubenhäuser und ein dazugehöriger Friedhof freigelegt. Im Zurndorfer Lager will XXXLutz in der ersten Phase rund 120 Personen beschäftigen, im Endausbau soll der Mitarbeiterstand auf bis zu 320 Personen steigen. Das Lager wird künftig der Warenversorgung für Mittel- und Südosteuropa sowie zum Teil auch als Lager für die Online-Shops der XXXLutz Gruppe dienen.

"Mit dem Standort in Österreich stellen wir auf Jahrzehnte die Warenversorgung für unsere über 100 Einrichtungshäuser und unsere Onlineshops in Österreich sicher", so XXXLutz-Unternehmenssprecher Thomas Saliger in einer Aussendung. Die Gleichenfeier für das Zentrallager in Zurndorf fand heute, Freitag, unter anderem mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ), dem Bürgermeister von Zurndorf, Werner Friedl, und XXXLutz-Vertretern statt.