Neusiedl bekommt wieder einen Stadtwein. Die Verpachtung des Stadt-Weingartens bedeutete vorerst das Ende. Nun gab es einen Winzer-Wettbewerb.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 27. März 2019 (05:21)
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Ausgewählt. Die ersten Flaschen des neuen Stadtweines wurden bereits etikettiert. Eva Koppitsch und Renate Königshofer vom Neusiedler Tourismusverband stießen mit den Winzern Thomas Haider und Mario Müllner auf die neue Kooperation an.
Birgit Böhm-Ritter

Die Stadt hat wieder „ihren“ Wein. Die Neusiedler Winzer Mario Müllner und Thomas Haider dürfen sich freuen: Ihre Weine wurden ausgewählt und werden nun heuer als Stadtwein vermarktet. Präsentiert werden die Weine mit neuer stylischer Etikette am 4. April um 19 Uhr im Weinwerk Burgenland.

Der Tourismusverband rief im Vorfeld Neusiedls Winzer auf, Weinproben zur Verkostung zu schicken. „Und zwar die Sorten Zweigelt und Welschriesling, weil diese die Region am besten repräsentieren“, erklärt Eva Koppitsch, Geschäftsführerin des Neusiedler Tourismusverbandes.

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Ausgewählt. Die ersten Flaschen des neuen Stadtweines wurden bereits etikettiert.
Birgit Böhm-Ritter

Rund 20 Weine wurden fristgerecht eingereicht. In einer Vorauswahl wählte der Vorstand des Tourismusverbandes jeweils drei Rotweine und drei Weißweine aus, die in der Finalrunde von einer erweiterten Jury, darunter Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Weinbauvereinsobmann Markus Königshofer, verkostet wurden. Als Sieger gingen Mario Müllner mit seinem Welschriesling und Thomas Haider mit seinem Zweigelt hervor. Diese beiden Weine werden dieses Jahr die Weinstadt Neusiedl am See repräsentieren.

„Jedes Jahr soll es diese Verkostungen geben. Sinn der Sache wäre es natürlich, immer andere Winzer für den Stadtwein gewinnen zu können“, betont Koppitsch. Die Weine werden im Tourismusbüro und im Weinwerk verkauft. Einen Teil der Siegerweine hat die Stadtgemeinde für repräsentative Zwecke gekauft.

Stadt-Weingarten verpachtet

Den bislang letzten Stadtwein gab es 2015. Seine Trauben wurden, wie 18 Jahre zuvor, von den Bauhof-Mitarbeitern im stadteigenen Weingarten gelesen und vom damaligen Kämmerer und Winzer Emmerich Haider gekeltert. Bis zur Verpachtung des Stadt-Weingartens: Denn das erste Konsolidierungspaket, das 2014 aufgrund der prekären finanziellen Lage der Stadt beschlossen wurde, hatte die Verpachtung des Weingartens als Einsparungsmaßnahme beinhaltet.