Hochwasserprognose für Leitha verbessert

Burgenland und Niederösterreich investierten 110.000 Euro zum Schutz der Leitha-Gemeinden.

Erstellt am 20. August 2021 | 05:54
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Länderübergreifende Zusammenarbeit für Prognosesystem: Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Burgenlands Landesrat Heinrich Dorner beim Lokalaugenschein an der Leitha.
Foto: NLK, Filzwieser

Momentan ist der Pegelstand der Leitha niedrig (siehe Seite 24), bei Starkregenereignissen könnte die Situation allerdings auch beim burgenländisch-niederösterreichischen Grenzfluss schnell umschlagen. Um für jede Eventualität gerüstet zu sein, wurde im Sommer 2020 die erste Ausbaustufe des Hochwasserprognosesystems Leitha als bundesländerübergreifendes Gemeinschaftsprojekt in Betrieb genommen. Darauf aufbauend wurde nun die zweite Ausbaustufe fertiggestellt.

Blick 48 Stunden in die Zukunft

Durch die Einbindung von Wettervorhersagen können Hochwassergefahren nun deutlich früher erkannt werden. Die Prognosezeiträume reichen bis zu 48 Stunden in die Zukunft.

Für Burgenlands Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) und Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen: „Durch frühzeitige Warnungen können die betroffene Bevölkerung, Behörden und Einsatzorganisationen auf Gefahren zielgerichtet reagieren. Angesichts zunehmender Wetterextreme sind länderübergreifende Prognosesysteme ein entscheidender Faktor, um Schäden zu minimieren.“

Das bisherige Prognosesystem für die Leitha beruhte auf gemessenen Abflüssen an den Pegelstellen, sodass die Entwicklung der Abflüsse und Wasserstände nur wenige Stunden im Voraus berechnet werden konnte.

Durch die Einbindung von Niederschlagsvorhersagen sind nun auch Prognosen für die Leitha-Zubringer Pitten und Schwarza möglich, und entlang der Leitha verlängern sich die Vorhersagefristen und -genauigkeiten maßgeblich. In die zweite Ausbaustufe haben die Länder Burgenland und Niederösterreich gemeinsam 110.000 Euro investiert.

Auf die hohe Bedeutung des verbesserten Prognosesystems wies auch der Abgeordnete zum Burgenländischen Landtag Markus Ulram (ÖVP) aus Halbturn hin: „Bereits heuer war sichtbar, dass Wetterextreme, insbesondere starker Regen und Unwetter, zunehmen. Daher ist jede Investition in die Sicherheit und die dazu erforderlichen Schutzmaßnahmen für die Burgenländerinnen und Burgenländer zu begrüßen.“ Durch dieses Hochwasserschutzprojekt werde zum Menschenschutz in dieser Region beigetragen und ein Projekt umgesetzt, das im Sinne aller Leitha-Gemeinden sei.