Piringsdorfer baute 4,6 Meter-Eiffelturm. Rund 500 Arbeitsstunden hat Stefan Maurer investiert, um Gustave Eiffels Meisterwerk für seinen Garten nachzubauen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 25. Januar 2018 (05:00)
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Blickfang: Mit rund sieben Millionen Besuchern pro Jahr ist der Eiffelturm das meist besuchteste Monument der Welt. Der Piringsdorfer Stefan Maurer hat sich seinen eigenen Eiffelturm geschaffen.
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Nicht nur in Prag (63,5 Meter hoher Aussichtsturm am Petřín-Hügel) und Klagenfurt (12,80 Meter hohes Modell im Maßstab 1:25 in Minimundus) stehen Kopien des Eiffelturms, sondern auch in Piringsdorf.

Stefan Maurer hat sich in seinem Garten das Pariser Wahrzeichen ungefähr im Maßstab 1:100 nachgebaut. „Die Idee hatte ich schon länger. Der Eiffelturm hat mich schon immer fasziniert“, erzählt der Pensionist. „Ich habe in der Metallbranche gearbeitet, als Mechaniker auf Landmaschinen, wobei dem Betrieb auch eine Schlosserei angeschlossen war. Das Eisenbiegen hat mir schon in der Schule getaugt, als wir einen Kerzenständer aus Eisen gemacht haben.“

Turm erstrahlt nachts in Blau-Weiß-Rot

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Nach dem Pensionsantritt hat Maurer den Eiffelturm zufällig im Fernsehen gesehen. Danach setzte er sich hin, um erste Skizzen zu machen. Nach einem Winter Planung ging es dann im Frühjahr ans Werk. „Ich habe alle Teile des Turms selbst zugeschnitten und teilweise auch gebogen. Nachdem der Turm nach oben hin schmäler wird, hatte jedes Stück eine andere Größe“, schildert Maurer.

Nach etwa 500 Arbeitsstunden war das 4,6 Meter hohe Bauwerk fertig. Bevor er es im Garten aufstellte, ließ Maurer dieses noch verzinken und mit Kunststoff beschichten, um sein Werk vor Witterungseinflüssen und in weiterer Folge Rost zu schützen. Nachts erstrahlt der Piringsdorfer Eiffelturm – gesteuert von einer Zeitschaltuhr – in den Farben der französischen Flagge („Tricolore“) Blau-Weiß-Rot. Wie das 324 Meter hohe Original soll auch das Piringsdorfer Modell noch einen Aufzug bekommen.

Seinen Platz hat der Turm neben dem Biotop im Garten von Maurer gefunden. Unter dem Turm ist eine Rinne für einen Wasserlauf, gespeist durch das Biotop, errichtet worden. Als nächstes möchte Maurer ein Wasserrad bauen und dann in weiterer Folge plant er ein Modell des Wiener Riesenrads, das durch das Wasserrad angetrieben werden soll.