Dislozierte Spitalsambulanz hilft in Weppersdorf aus

Für die Gemeinde Weppersdorf (Bezirk Oberpullendorf) findet sich kein Allgemeinmediziner - geplant ist nun, dass die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-GmbH) eine dislozierte Ambulanz des Spitals Oberpullendorf in der Gemeinde als Pilotprojekt betreibt.

Aktualisiert am 17. März 2021 | 12:26
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (r.) und KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (r.) und KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl.
 
Foto: Landesmedienservice

Das Land Burgenland und die KRAGES wollen Gemeinden, die bereits länger keine Hausärzte haben, unterstützen und führen hierzu Gespräche mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), so LH Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Eine weitere dislozierte Ambulanz wäre später in Gattendorf möglich. Diese könnte vom Krankenhaus Kittsee betrieben werden. KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl erklärte, es handle sich dabei um eine Übergangslösung, bis sich ein niedergelassener Allgemeinmediziner für eine Ortschaft gefunden hat. Die offenen Kassenstellen sollen weiter von der ÖGK ausgeschrieben werden. "Eine dauerhafte Übernahme der Leistungen des niedergelassenen Bereichs ist nicht geplant", so Eisl.

Landeshauptmann Doskozil betonte, dass im Burgenland fünf Spitalsstandorte garantiert seien: "Ebenso wichtig ist mir, dass möglichst viele Menschen mit hausärztlichen Leistungen in ihrem Wohnort versorgt sind." Das Projekt werde derzeit finalisiert und dann der Öffentlichkeit präsentiert.

"Wir haben im Burgenland ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Absicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung geschnürt – von Ordinationsförderungen bis hin zu Stipendien für Jungmedizinerinnen und -mediziner. Darüber hinaus haben wir im Regierungsprogramm auch versprochen, dass bei Kassenstellen, die trotz mehrfacher Ausschreibung nicht besetzt werden können, die KRAGES einspringen soll. Das setzen wir jetzt, wie angekündigt, um", so Doskozil.