Oberpullendorf/Deutschkreutz: 745 Musikschüler betreut. 19 Instrumente kann man an der ZMS Oberpullendorf und der Goldmark Musikschule Deutschkreutz lernen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Juni 2020 (05:13)
Bitte jetzt anmelden. Schulleiter Gottfried Putz freut sich auf viele bekannte und neue Schüler.
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Diese Woche hätte das traditionelle Abschlusskonzert an der Zentralmusikschule Oberpullendorf über die Bühne gehen sollen, ein paar Tage zuvor jenes in der Carl Goldmark Musikschule Deutschkreutz. Doch Covid-19 hat für die 530 Musikschüler der Zentralmusikschule Oberpullendorf und die 215 der Carl Goldmark Musikschule eine Auftritts-Pause nach sich gezogen.

Während der Corona-Zeit fand der Unterricht über digitale Medien wie WhatsApp, Zoom oder Skype statt. Es wurden auch Videos an die Lehrkräfte geschickt und diese dann beantwortet. Manche Lehrkräfte haben auch virtuelle Klassenabende veranstaltet. Mit Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts wurde mit Mund-Nasenschutz, viel Abstand und regelmäßiger Desinfektion unterrichtet. Bei den Blasinstrumenten und Gesang muss ein Mindestabstand von drei Metern eingehalten werden.

Keine Prüfungen mehr seit März möglich

Ausgleich zum Alltag, Musik fördert Gehirnentwicklung, soziale Kontakte, Teamfähigkeit wird bei Proben und Auftritten und Ensembles gefördert:

Es gibt so viele positive Argumente für das Erlernen eines Instrumentes.

Schulleiter Gottfried Putz zur Frage, warum man ein Instrument lernen sollte

Seit März waren außerdem keine Prüfungen mehr erlaubt gewesen – zuvor hatten 44 Schüler an der Zentralmusikschule und 23 an der Carl Goldmark Musikschule ihre Elementarprüfungen, das sind die ersten Übertrittsprüfungen, abgelegt. Außerdem gab es an der Zentralmusikschule im aktuellen Schuljahr drei Abschlussprüfungen, in Deutschkreutz eine, wobei die Abschlussprüfung quasi die Matura der Musikschule ist, die musikalisches Niveau für eine Aufnahmeprüfung an einer Hochschule bzw. einem Konservatorium attestiert.

Anmeldung für nächstes Schuljahr läuft

Aktuell laufen die Anmeldungen für das kommende Schuljahr. An beiden Schulen werden jeweils 19 verschiedene Instrumente unterrichtet. Weiters gibt es Eltern-Kind-Gruppen, musikalische Früherziehung und die Musikwerkstatt. Auch Bläserklassen und Singklassen werden in Kooperation mit Pflichtschulen angeboten.

Woher weiß man nun, welches Instrument für einen selbst das richtige ist? „Das richtige Instrument ist das, das einem am besten gefällt: das Aussehen des Instrumentes, der Klang und die Spielweise“, erklärt dazu Musikschulleiter Gottfried Putz. „Eine Möglichkeit das Wunschinstrument zu finden ist es, verschiedene Vorspielabende in der Musikschule zu besuchen. Es sind auch Schnupperstunden nach vorheriger Absprache mit der Schulleitung möglich.“ Ein ideales Einstiegsinstrument ist laut Putz die Blockflöte. Danach hänge das Erlernen des Wunschinstrumentes vom Alter des Kindes ab auch hinsichtlich der Länge der Finger oder des Zahnwechsels.

Für Kinder von drei bis sechs Jahren sei die musikalische Früherziehung der ideale Einstieg in die Welt der Musik. Über den Einzelunterricht hinaus gibt es in den beiden Musikschulen auch Ensembleunterricht, der im Schulgeld enthalten ist, wie beispielsweise Schulorchester, Band, Chor und verschiedene Instrumentenensembles. Auch Musiktheorie wird an den beiden Musikschulen unterrichtet.