Zwei Schlepper im Bezirk Oberpullendorf verhaftet

Im Zuge der Aufgriffe in den vergangenen Tagen wurden zwei Schlepper verhaftet. Es wurden 362 Flüchtlinge aufgegriffen.

Erstellt am 02. September 2021 | 06:18
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Foto: APA

In der Zeit von 24. bis 31. August wurden im Bezirk 362 Geflüchtete aufgegriffen. Darunter befanden sich 22 Frauen und 32 Kinder. Die Aufgriffe fanden überwiegend entlang der österreichisch-ungarischen Grenze statt, unter anderem in Klostermarienberg, Lutzmannsburg, Nebersdorf, Nikitsch und Deutschkreutz, aber auch in Stoob, Oberpullendorf und Weppersdorf statt. Unter den Aufgegriffenen befanden sich überwiegend Afghanen und Syrer, aber auch Personen aus dem Irak, Pakistan, Bangladesch, Ägypten und Somalia. Die Geflüchteten stellten jeweils einen Asylantrag und wurden in die Competence Center Eisenstadt, Schattendorf und Heiligenkreuz gebracht. Zwischenzeitlich wurde auch eine Aufnahmestelle in Nickelsdorf eingerichtet. In einigen Fällen wurden Geflüchtete aufgrund der Auslastung auch in andere Bundesländer gebracht.

Zwei Schlepper wurden von der Polizei verhaftet

Am Samstag gegen 15 Uhr verhaftete die Polizei einen 24-jährigen Mann, der vom Bundesheer bei Schlepperaktivitäten gestellt worden war. Der in Wien wohnhafte Syrer hatte im Bereich Nikitsch drei Personen über die Grenze nach Österreich gebracht. Er gab an, einen WhatsApp-Anruf eines Unbekannten erhalten zu haben, der ihm mitgeteilt hatte, dass sein Bruder nach Ungarn geflohen sei und von dort zu holen sei. Durch eine Polizei-Drohne wurde die Gruppe in Nikitsch entdeckt.

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag war ein in Wien wohnhafter Syrer als Schlepper verhaftet worden. Er hatte im Bereich Deutschkreutz im Auto drei Personen über die Grenze nach Österreich gebracht. Auch er erhielt im Vorfeld einen Anruf, bei den ihm mitgeteilt wurde, dass er die Personen abholen sollte. Beide wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Die Polizei reagierte bereits auf die stetig wachsende Zahl der Aufgriffe. So wurde eine zweite Überwachungslinie des Bundesheeres an der Grenze geschaffen. Damit soll der Bevölkerung die Verunsicherung genommen werden, heißt es von der Polizei.