Von Deutschkreutz nach Harvard. Lisa Dorner schreibt ihre Masterarbeit an der Harvard University in Cambridge.

Von Isabella Kuzmits. Erstellt am 13. Februar 2020 (03:41)
Im Labor. Lisa Dorner wird sich bis 19. Juni im Harvard Stem Cell Institute mit der Protokolloptimierung zur Erzeugung von Genreporterlinien beschäftigen.
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Die 25-jährige Biomedizin- und Biotechnologie-Studentin, Lisa Dorner, verbringt die nächsten fünf Monate an der Ostküste der Vereinigten Staaten um an der Harvard University ihre Masterarbeit zu schreiben. „Ich wollte eigentlich schon immer Auslandserfahrungen sammeln und daher dachte ich mir, dass die Masterarbeit dafür eine sehr gute Gelegenheit ist. Als ich dann hörte, dass es möglich wäre eine Masterarbeit in Harvard zu machen dachte ich mir, dass das eine super Chance wäre, an einer weltbekannte Universität zu gehen“, so die Deutschkreutzerin.

Aufnahmegespräch via Skype

Für die Aufnahme schickte sie sehr ausführliche Bewerbungsunterlagen an das Harvard Stem Cell Institute. Im Anschluss wurde sie zu einem Skype Gespräch eingeladen. „Da wurde dann noch einmal hinterfragt, was mich an ihrer Arbeit interessiert und warum ich das machen will“, berichtet Dorner.

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Zur Vorbereitung darauf hat sie verschiedene wissenschaftliche Paper gelesen und genauer recherchiert, was genau im Labor gemacht wird. „Ich habe mich auch über die Leute erkundigt, was sie im Labor arbeiten, um einen großen Überblick über die Arbeit des gesamten Labors zu haben“.

Der Titel von Lisa Dorners Masterarbeit lautet „Protocol optimization for the generation of gene reporter lines“: „Ich werde mit einer Methode namens CRISPR/Cas9 arbeiten, um transcriptionale silent Gene in human induzierten Stammzellen zu markieren und sie zu verfolgen. Dies ist, bis zum jetzigen Zeitpunkt, nur durch eine Reihe von Klonierungen möglich, die eine Vielzahl an Nachteilen mit sich bringt. Die Idee ist, dass diese Zellen dann für weitere Forschungen verwendet werden können“, erklärt Dorner, die nach dem Studium ihren Doktorgrad an der Medizinischen Universität in Wien machen möchte. „Für danach lasse ich mir mal alle Möglichkeiten offen. Aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt, den Versuch zu wagen und eine Bewerbung nach Harvard zu senden“, so Dorner.