Zehn Jahre "Gesundes Dorf" in Horitschon. Das Gesunde Dorf Horitschon-Unterpeterdorf feiert den ersten Runden. Ziel ist es, Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern.

Von Isabella Kuzmits. Erstellt am 20. April 2020 (03:17)
Bei der Übergabe der Tafel. BGKK-Direktor Christian Moder, der damalige Bürgermeister Peter Heger, Gerhard Petsovits, Arbeitskreisleiterin Christa Petsovits, Regionalbetreuerin Sonja Glatz und BGKK-Obmann Hartwig Roth.
BVZ

Unter dem Motto „Gesundheit – unser höchstes Gut – gilt es zu erhalten und zu fördern“ starteten im Jahr 2008 das Land, der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und der Verein für prophylaktische Gesundheitsarbeit (proges) im Burgenland die Initiative „Gesundes Dorf“. Am 5. November 2010 wurde das Projekt auch in Horitschon-Unterpetersdorf gestartet. „Die Auftaktveranstaltung hat im Gasthaus Lazarus stattgefunden. Der Initiator des Projekts in der Gemeinde war unser früherer Bürgermeister Peter Heger. Es fanden sich 12 Interessierte, die bei der ersten Arbeitskreissitzung am 14. Dezember 2010 teilnahmen“, erinnert sich Arbeitskreisleiterin Christa Petsovits, die von Anfang an mit an Bord war. Anfangs war der Maßnahmenplan auf drei Jahre ausgelegt und es sollten die vier Bereiche Generationen, Psyche, Erholung und Entspannung, Bewegung sowie Ernährung umgesetzt werden.

„Zu diesem Zweck entwickelte sich die Idee eines jährlichen Schwerpunkttages, wo sowohl Vorträge als auch passende Bewegungsthemen im Mittelpunkt stehen sollten. Diese fanden in der Mittelschule statt“, erklärt Petsovits. Der erste Bewegungstag fand im Juni 2011 unter dem Motto „Zuschauen-Zuhören-Mitmachen“ statt. Dabei wurden Vorträge und verschiedene Sportarten angeboten. Der zweite Bewegungstag wurde unter das Motto „Alt und Jung in Bewegung“ gestellt. Alte Kinderspiele, Ernährung früher und heute und Sesselgymnastik 50+ standen auf dem Programm. Im Laufe der Jahre kam es auch zur Gründung verschiedener Turn- und Yogagruppen, einer Handarbeitsgruppe, die sich alle zwei Wochen trifft, und vieles mehr.

Verschiedene Kurse werden angeboten

„Wir haben Patchworkkurse, Tanzworkshops für Kinder, Selbstverteidigungskurse für Mädchen, Bewegungsangebote für Volksschulkinder, Korbflechtkurse und viele weitere Aktivitäten umgesetzt, die reges Interesse wecken konnten. Auch heute sind wir noch mit viel Herzblut und Engagement dabei, weil sich in der Umsetzung so viele Möglichkeiten bieten, etwas Sinnvolles für die Mitmenschen zu entwickeln und umzusetzen. Außerdem werden wir von der Gemeinde, allen voran Bürgermeister Georg Dillhof, soweit es möglich ist, unterstützt“, freut sich Petsovits.

Das „Gesunde Dorf Horitschon-Unterpetersdorf“ ist nach wie vor eine aktive Ideenschmiede. Die Arbeitskreisgruppe überlegt sich, was für die Dorfbewohner von gesundheitlichem Nutzen und Interesse sein könnte. Ziel ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Dorfbewohner zu verbessern. Ein Highlight stellt seit 2016 eine Sternwanderung dar, die in Kooperation mit den Gesunden Dörfern Lackendorf, Ritzing und Unterfrauenhaid durchgeführt wird. „Die Leute wandern von den eigenen Gemeinden aus zu einem Treffpunkt, danach geht es gemeinsam nach Horitschon in den Eichenwald, wo der Ausklang gefeiert wird. Für heuer wäre die Sternwanderung für Mitte Mai geplant gewesen“, so Petsovits.