300 illegale Fotos aus dem Internet geladen. Ein Vielzahl pornografischer Bilder von kleinen Kindern lud sich ein 64-jähriger Mann aus dem Internet herunter.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 09. Mai 2019 (04:33)
APA (dpa)

Ein 64-jähriger Pensionist aus dem Bezirk musste sich vor Richterin Doris Halper-Praunias verantworten. Der Mann hatte sich bis Mai 2018 kinderpornografische Bilder beschafft und auf seinem Laptop gespeichert. Die Polizei hatte die Dateien bei einer Hausdurchsuchung auf dem Computer des Mannes gefunden. Bei einer ersten Befragung durch die Polizei gab er zu, kinderpornografisches Material aus dem Internet bezogen zu haben.

Die Bilder von nackten Kindern habe er zur eigenen Befriedigung verwendet. Ein paar hundert Fotos würden es schon sein, gestand der Mann bei der Polizei. Vor Gericht ruderte der Angeklagte zurück: Bei der Befragung durch die Polizei sei er unter Schock gestanden, auch sei er alkoholisiert gewesen, gab er an. Nicht er selbst habe die Fotos aus dem Internet heruntergeladen, sondern sein Neffe habe ihm diese auf den Laptop gespeichert.

Mit dem Neffen Bilder ausgetauscht

Dieser Darstellung konnte jener Polizist nicht folgen, der den Angeklagten erstmals befragt hatte. Der Verdächtige habe damals „gelassen, ruhig und nachdenklich“ gewirkt, so der Polizist, der als Zeuge vor Gericht befragt wurde. Eine Alkoholisierung habe er bei dem 64-Jährigen nicht feststellen können. Von dem Neffen sei jedoch auch die Rede gewesen. Dieser habe ihm, so der 64-Jährige bei der Polizei, angeboten, ihm kinderpornografische Bilder zu schicken.

Dazu sei es auch gekommen und der Angeklagte habe dem Neffen wiederum Bilder aus seiner Sammlung zukommen lassen, weshalb er zusätzlich wegen der Weitergabe von kinderpornografischen Darstellungen angeklagt wurde. Dem Mann wurde ein drittes Delikt vorgeworfen: Er hatte in Thailand den Behörden einen gefälschten österreichischen Führerschein vorgelegt, um vor Ort eine Lenkerberechtigung zu erhalten. Der Angeklagte wurde zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 800 Euro Geldstrafe unbedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.