5 Jahr-Jubiläum: 21.350 Mal Hilfe vom Nachbarn. „Nachbarschaftshilfe Plus“ ist auf Expansionskurs: Schon 17 Gemeinden im Land dabei, davon neun im Bezirk.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 17. Juli 2019 (04:34)
Land Burgenland
Freuen sich über die fünfjährige Erfolgsgeschichte. Soziallandesrat Christian Illedits, Projektleiterin Astrid Rainer, Obfrau Petra Prangl und die Bürgermeister der Partnergemeinden wie Thomas Hauser (Piringsdorf), Klaus Schütz (Kobersdorf), Klaudia Friedl (Steinberg-Dörfl) und Werner Hofer (Lackendorf).

Im Frühjahr 2014 starteten sechs Pilotgemeinden – Steinberg-Dörfl, Piringsdorf, Unterfrauenhaid, Lackenbach, Raiding und Horitschon – das Sozialprojekt Nachbarschaftshilfe Plus. Mittlerweile gibt es siebzehn Mitgliedsgemeinden im ganzen Land – davon neun im Bezirk – als jüngste kam Neutal hinzu.

Projekt erfreut sich großer Beliebtheit

Ziel der Pilotgemeinden war es, dass trotz veränderter Lebensbedingungen wie Familien- und Altersstrukturen und dem hohen Pendleranteil Nachbarschaftshilfe auch weiter funktionieren sollte.

„Nachbarschaftshilfe plus“ bringt seit nunmehr fünf Jahren Angebot und Nachfrage unkompliziert zusammen. Geboten werden Fahr- und Bringdienste (Einkaufen, Arzt, Apotheke,…), Besuchsdienste (wie Tratschen, Karten spielen, vorlesen,..), Spaziergehdienste (Begleitung in die Kirche, zum Friedhof,…), Notfallsdienste (falls mal jemand kurzfristig ins Spital muss) und auch vorübergehende Kinderbetreuung. Für Klienten ist das Angebot gratis und lediglich ein Anruf bei der zuständigen Büromitarbeiterin notwendig.

Diese findet dann für den Klienten einen ehrenamtlichen Mitarbeiter, der die Dienstleistung durchführt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind haft- und unfallversichert und erhalten Kilometergeld als Entschädigung.

Erfolgsbilanz für Nachbarschaftshilfe

Diese Woche wird das fünfjährige Bestehen von „Nachbarschaftshilfe Plus“ bei einem Heurigenabend für alle ehrenamtlichen Helfer gefeiert. Seit Beginn des Projekts haben in den Partnergemeinden des Bezirks rund 180 ehrenamtliche Mitarbeiter rund 380 verschiedene Klienten betreut. Von März 2014 bis Juni 2019 wurden dabei alleine im Mittelburgenland 21.350 soziale Dienste erbracht. Am häufigsten nachgefragt – nämlich 13.224 Mal – wurden Fahr- und Begleitdienste zur medizinischen Versorgung, zum Einkauf oder zu Behörden. Außerdem wurden 7.605 Besuchsdienste geleistet.

Insgesamt schenkten die Ehrenamtlichen in dieser Zeit 23.590 Stunden, was laut Projektleiterin Astrid Rainer insgesamt 590 Arbeitswochen bzw. 11 Jahre oder einer Entlohnung von rund 500.000 Euro entsprechen würde. Außerdem legten die Ehrenamtlichen im Dienste der Nachbarschaftshilfe eine Strecke von 211.000 Kilometern zurück, was in etwa fünf Runden um die Erde entspricht.