70 Bürger mehr

Der Bezirk wuchs in den vergangenen zehn Jahren, seit 2015 gibt es 70 neue Mittelburgenländer und -innen.

BVZ Redaktion Erstellt am 15. Dezember 2016 | 04:10
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Babygutschein: In vielen Gemeinden des Bezirks übergibt die Gemeinde anlässlich der Geburt eines neuen Gemeindebürgers Gutscheine, so auch in Markt St. Martin. Bürgermeister Rudolf Steiner und Vize Martin Schütz stellten sich vor Kurzem bei Valentina Sagmeister und ihrer Mama Christina in Neudorf ein.
Foto: BVZ

Die Statistik Austria veröffentliche vor Kurzem die Bevölkerungsstatistik zum 1. Jänner 2016. Aus dieser geht hervor, dass der Bezirk Oberpullendorf im Vergleich von 2006 zu 2016 279 Einwohner gewinnen konnte, das sind 0,75 Prozent. Im Vergleich zu 2015 gab es im Mittelburgenland mit 1. Jänner 70 Einwohner mehr, was einer prozentuellen Zunahme von 0,19 Prozent entspricht.

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NÖN-Grafik: Bischof

In den vergangenen zehn Jahren konnten die Gemeinden Kaisersdorf, Oberpullendorf, Steinberg-Dörfl und Neutal am meisten an Einwohnern gewinnen (siehe auch Frage der Woche unten). Im gleichen Zeitraum am meisten Einwohner verloren hat die Gemeinde Weingraben (minus 11,22 Prozent), auch im kurzfristigen Vergleich von 2015 auf 2016 musste man mit einem Minus von 3,6 Prozent den größten Verlust an Bürgern hinnehmen.

Verluste in Weingraben und Großwarasdorf

„In erster Linie ist der Bevölkerungsrückgang der Gemeinde in der Tatsache begründet, dass eine gewisse Überalterung im Ort zufolge hat, dass sich mehr Sterbefälle als Geburten ereignen. Andererseits hat die Gemeinde Weingraben zwar Baulandreserven für die nächsten zehn Jahre, was zur Folge hat, dass die Raumplanungsstelle der Landesregierung keine neue Baulandparzellierung positiv in Aussicht stellen kann. Diese Baulandreserven befinden sich aber zum allergrößten Teil in private, Besitz und sind daher auf dem ‚Bodenmarkt’ nicht verfügbar, weil sie nicht verkäuflich sind. Daraus leitet sich ab, dass der Ankauf eines Bauplatzes für junge Familien eine Hürde darstellt“, erklärt sich Bürgermeister Peter Kohlmann diese Entwicklung. „Als drittes ist der Trend der Abwanderung junger Menschen in die Ballungszentren aus bekannten Gründen nach wie vor spürbar“, so der Weingrabener Ortschef weiter. Auch in Großwarasdorf verlor man in den vergangenen zehn Jahren Einwohner, der Rückgang von mit 7,36 Prozent ist der sogar die zweithöchste im Bezirk.

„Wir haben zwar Vorkehrungen seitens der Gemeinde getroffen, dass wir die Kinderbetreuung von 1,5 bis 15 Jahre gewährleisten. Der Grund ist aber, dass viele junge Leute bei uns eine Ausbildung machen und dann in der Umgebung keine Arbeitsplätze finden. Sie müssen dann notgedrungen auspendeln, meist nach Wien, und kommen dann im Laufe der Jahre nicht zurück. Hier wurden sich seitens der Politik zu wenige Gedanken gemacht, das ist eine Frage für die ganze Region“, so Bürgermeister Rudolf Berlakovich.