Akutordination startet am 3. April. In Oberpullendorf wird diese im Spital angesiedelt sein und Montag bis Freitag von 17 bis 22 Uhr geöffnet haben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. März 2018 (05:00)
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Freuen sich über den flächendeckenden Start: Christian Dax, Hans Peter Doskozil und Ingrid Salamon.
SPÖ-Klub

Mit 3. April starten im Burgenland die Akutordinationen – ein Angebot für Notfälle. Die Akutordination hat dann geöffnet, wenn die meisten praktischen Ärzte keine Ordinationszeiten mehr haben. Im Bezirk ist die Akutordination im Krankenhaus untergebracht. Von Montag bis Freitag zwischen 17 und 22 Uhr versorgt ein Arzt die Patienten.

„Das Pilotprojekt in Oberwart hat gezeigt, dass die Akutordination gut angenommen wurde. Patienten dürfen in den Ambulanzen der Spitäler nicht lange warten und müssen auch in den Randzeiten schnell versorgt werden können – das ist mit dem neuen Modell gewährleistet“, sagt Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Entlastung und sichere Versorgung

Die ÖVP begrüßt dieses Projekt. „Dadurch konnten wir eine erste Entlastung unserer Hausärzte in den Abend- und Nachtstunden erreichen. Damit verbessern wir die Arbeitsbedingungen der Ärzte und gleichzeitig sorgen wir für eine sichere medizinische Versorgung an Randzeiten“, freut sich der ÖVP-Gesundheitssprecher Christian Sagartz. In Oberpullendorf habe man zwei Ärzte, einen für die Akutordination und einen der mit dem Roten Kreuz bei der Visite dabei ist.

Die ÖVP will das Thema „Gesundheit und Pflege“ heuer zum Arbeitsschwerpunkt machen, so die Bezirksparteiobmänner Niki Berlakovich (Oberpullendorf) und Christian Sagartz (Mattersburg). „In Gesprächen mit Experten und Betroffenen wollen wir Probleme in diesem Bereich diskutieren und Lösungsansätze vorschlagen. Unser erklärtes Ziel: Menschen sollen daheim alt werden können.“ Auch die medizinische Versorgung am Land will man zum Thema machen.

„Das Pilotprojekt in Oberwart hat gezeigt, dass die Akutordination gut angenommen wurde."Hans Peter Doskozil

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Begrüßen die Initiative für Akutordinationen: Die ÖVP-Bezirksparteiobleute Niki Berlakovich und Christian Sagartz.
BVZ

So habe die Volkspartei vorgeschlagen, Landarzt-Stipendien für Medizinstudenten einzuführen, mit der Bedingung danach fünf Jahre als Hausarzt im Burgenland tätig zu sein. „Unsere Idee wurde nun von der Landesregierung umgesetzt“, so Sagartz.

Man kritisiert allerdings die Höhe von 300 Euro. „Wir haben uns an den Stipendien orientiert, die auch sonst vergeben werden“, heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ). Außerdem verweist man auf eine Förderung für Turnusärzte in Ausbildung, die sich im Gegenzug verpflichten müssten, die Ausbildung zum Allgemeinmediziner zu beginnen und fünf Jahre als Kassenarzt tätig zu sein sowie auf kostenlose Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium.

Aus ÖVP-Sicht fehlt es an qualifiziertem Pflegepersonal. Hier gäbe es auch eine Chance für Jobs im Bezirk. „Es ist an der Zeit, eine Unterstützung von pflegenden Angehörigen vor allem durch eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen“, sagt Berlakovich. Aus dem Büro von Darabos heißt es dazu, dass es seit vergangenem Jahr eine Pflegehotline vom Land gibt, die unter 057-600/2883 erreichbar ist. „Es ist geplant, dass es Case- und Care-Manager in den Bezirken geben wird, die auch als Anlaufstelle zur Verfügung stehen.“