Covid 19-Fälle an vier Schulen

Eine Direktorin und drei Schüler wurden positiv getestet. Bezirkshauptmannschaft musste am Dienstag kurzfristig auf Notbetrieb umstellen.

Erstellt am 07. Oktober 2020 | 12:12
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Foto: Seasunandsky, Shutterstock.com

Der Bezirk Oberpullendorf ist von steigenden Infektionszahlen betroffen – laut AGES-Dashboard waren es am Mittwochmorgen 25 Fälle in den vergangenen sieben Tagen. Auch in vier Schulen des Bezirks gibt es bestätigte Corona-Fälle. In der Volksschule Markt St. Martin  wurden am Mittwoch alle Schüler und die Lehrer getestet, da zuvor die Direktorin positiv getestet wurde.

In der Mittelschule Großwarasdorf gibt es einen positiven Covid-19-Fall unter den Schülern. Es sind daher zwei Klassen und viele Lehrer in Quarantäne. „Zwei Klassen deshalb, da die beiden Klassen gemeinsamen Unterricht hatten“, erklärt Direktorin Elvira Heisinger. Für die übrigen Schüler wird der Unterricht aufrecht erhalten. Alle Schüler und Lehrer in Quarantäne werden jetzt auf Covid-19 getestet. Auch im Gymnasium Oberpullendorf gibt es einen bestätigten Covid19-Fall unter den Schülern. Klassenkameraden und Schüler einer anderen Klasse, mit denen es gemeinsamen Unterricht gab, werden nun ebenfalls Tests unterzogen. „Wir haben viele Schüler, die in Testung sind und in vielen Fällen waren diese negativ. Es war nur eine Frage der Zeit“, meint Direktorin Helga Fabsits. Man sei auch darauf vorbereitet gewesen mit Listen und Klassen-Sitzplänen für die Behörde und vorgefertigten Informationsschreiben an die Eltern. „Die Eltern sind informiert und der Unterricht funktioniert. Wir können diesen trotz Quarantäne einiger Lehrer in der Kernzeit organisieren“, so Fabsits.

Auch in der benachbarten Handelsakademie gibt es einen Covid 19-Fall. „Eine Schülerin aus Ungarn wurde positiv getestet. Da sie allerdings schon die ganze Woche zu Hause gewesen ist, mussten wir keine Klassen sperren“, so Schulleiterin Sonja Hasler. Insgesamt sind laut Bildungsdirektion aktuell 66 Personen in burgenländischen Schulen positiv getestet. „Mit einer Menge zwischen 50 und 100 Fällen im Schnitt werden wir hoffentlich das Schuljahr über die Bühne bringen“, meint Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.

Die Bezirkshauptmannschaft sah sich indes gezwungen, die Verwaltung am Dienstag auf Notbetrieb umzustellen, da zusätzlich zum fix eingerichteten Covid-Stab mit fünf bis neun Mitarbeitern zwei weitere Stäbe für Aufgaben in diesem Bereich gebraucht wurden. „Es sind sehr viele Dinge gleichzeitig aufgeschlagen. Wir haben aber geschaut, dass wir vereinbarte Termine abarbeiten und telefonisch jemand erreichbar ist. Dienstschluss für Dienstag war am Mittwoch um 1.15 Uhr“, so Bezirkshauptmann Klaus Trummer.