Covid-Beauftragter für größere Veranstaltungen nötig. Ab 100 Besucher bzw. ab 1. August ab 200 Besuchern braucht man ein Präventionskonzept samt Beauftragten. Wir sprachen mit Verantwortlichen im Bezirk Oberpullendorf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. Juli 2020 (04:26)
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Coronavirus Symbolbild
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Für den Sommer gelten neue Regelungen bezüglich maximaler Teilnehmeranzahl bei Veranstaltungen, so Bezirkshauptmann Klaus Trummer.

Seit 1. Juli können indoor mit fixen Sitzplätzen 250 Personen, im Freien mit fixen Sitzplätzen 500 Personen teilnehmen. Bei Veranstaltungen ohne fixe Sitzplätze sind maximal 100 Personen erlaubt. Bei mehr Besuchern muss ein Präventionskonzept erstellt und ein Covid 19-Beauftragter ernennt werden.

Weitere Lockerungen im August und September

Ab 1. August erhöht sich die erlaubte Personenanzahl indoor, wenn fixe Sitzplätze vorhanden sind auf 500 - mit Bewilligungen der Bezirksverwaltungsbehörde sind auch bis zu 1.000 Personen möglich. Wenn es sich um eine Veranstaltung im Freien mit fixen Sitzplätzen handelt, können 750 Besucher teilnehmen, mit Bewilligung der BH können es bis zu 1.250 Personen sein.

Bei allen Veranstaltungen ohne fixe Sitzplätze sind dann maximal 200 Personen erlaubt. Bei mehr Besuchern ist ein Präventionskonzept und ein Beauftragter notwendig.

Ab 1. September werden die Regelungen weiter gelockert, so Trummer. So sind Indoor mit fixen Sitzplätzen 5.000 Besucher erlaubt, outdoor mit fixen Sitzplätzen 10.000 Personen – jeweils mit Bewilligung der BH. Prinzipiell sei immer auf Abstand sowie auf die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln zu achten.

Konzept unter anderem mit Hygienevorgaben

In einem Covid 19-Präventionskonzept sind unter anderem die Regelung der Besucherströme, spezifische Hygienevorgaben sowie Regelungen betreffend der Verabreichung von Speisen und Getränken zu regeln. Der Covid 19-Beauftragte ist für die Einhaltung des Konzeptes verantwortlich.

Ob man als Beauftragter auch haftbar sei, sei höchstwahrscheinlich auch davon abhängig, ob es etwa eine Fahrlässigkeit gegeben habe. „Das ist noch nicht ausjudiziert“, erklärt Bezirkshauptmann Klaus Trummer. Jeder Veranstalter kann sich nun überlegen, unter welchen Bedingungen er Veranstaltungen abhalten kann, meint der Bezirkshauptmann weiters.

Der Vorstand des Weinbauvereins Deutschkreutz beispielsweise ist zum Entschluss gekommen, dass ein Event in der Größenordnung des Rotweinfestivals selbst in einer verkleinerten Version mit Tagen der offenen Kellertür zurzeit nicht zu bewerkstelligen ist.

„Natürlich ist die Absage sehr bitter, doch der Vorstand ist der Meinung, dass es eine vernünftige Entscheidung war, denn die Gesundheit der Gäste und aller Beteiligten steht an oberster Stelle“, so Weinbauvereins-Obmann Christian Kirnbauer. Zudem ergebe sich die Frage der Haftung.

Hoffnung aufs nächste Jahr

Man hofft, das Rotweinfestival nächstes Jahr in der gewohnten Form veranstalten zu können. In Kooperation mit dem Tourismusverein hat der Weinbauverein nun kleinere Weinevents im Rahmen des Deutschkreutzer Wein-Kultur-Sommers ins Leben gerufen.