Duo als „menschlicher“ Wurlitzer in der Corona-Zeit. Tina Welleditsch und Wolfgang Glöckl erfüllen Musikwünsche und sammeln dabei auch Spenden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. April 2020 (05:42)
Positiv bleiben. Die Leute würden sich vor allem Titel wünschen, die sie persönlich berühren, so Welleditsch und Glöckl. Fürs Jugendrotkreuz-Radior „Henri.FM“, produzierten sie mit Horst Pfaffelmayer von Goldchamber Mastering „Unser Lied daheim“ für Kids bis 10 Jahre.
zVg

Jeden Abend sind Tina Welleditsch und Wolfgang Glöckl auf Facebook zu hören. Sie spielen, was gewünscht wird, und das zugunsten des Österreichischen Roten Kreuzes.

„An Tag 1 der Ausgangsbeschränkungen inklusive Unterricht der Kinder zuhause, haben Wolfgang und ich ein Achterl Wein im Heizungskeller getrunken und angestoßen. Wir waren stolz, den Tag gut über die Bühne gebracht zu haben. Zufällig hat uns eine liebe Bekannte geschrieben, dass sie so gerne ein Lied hören würde und ob wir es für Sie aufnehmen und ihr schicken können. Wir haben das Video gepostet und aus Spaß am Ende gesagt, dass weitere Musikwünsche für den nächsten Tag gerne willkommen sind. Über Nacht kamen zirka 50 Songwünsche bei uns an“, so Tina Welleditsch über die Anfänge der Aktion, die bis Ende der Ausgangsbeschränkungen laufen soll. Sie haben beschlossen, dass der „menschliche Wurlitzer“ auch einen karitativen Sinn haben soll.

„Wir haben das Rote Kreuz deswegen gewählt, weil es unser Gesundheitssystem stützt, viele Menschen ehrenamtlich dort arbeiten und ihre Freizeit dafür opfern“, meint sie. Knapp 400 Euro sind bisher zusammengekommen. Das Feedback sei gewaltig, die Leute bedanken sich teilweise unter Tränen.