Fast 30 Prozent mehr Arbeitslose im ersten Halbjahr '20. Laut Arbeitsmarktservice waren durchschnittlich rund 300 Menschen mehr im Monat arbeitslos vorgemerkt als 2019.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (05:41)
APA/Herbert Neubauer

Im ersten Halbjahr 2020 waren im Bezirk Oberpullendorf durchschnittlich 1.415 Menschen monatlich arbeitslos vorgemerkt (676 Frauen, 739 Männer). Das sind um rund 300 Menschen mehr als im 1. Halbjahr 2019. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen ist um rund 30 Prozent gestiegen, jene der Männer um rund 20 Prozent. Insgesamt sind im ersten Halbjahr 2020 um fast 30 Prozent mehr Menschen im Bezirk arbeitslos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Jugendliche besonders betroffen

Besonders hoch ist die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 waren um fast 70 Prozent mehr Jugendliche vorgemerkt. Das bedeutet, dass fast 50 Jugendliche unter 24 Jahre mehr arbeitslos waren als im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der älteren arbeitslosen Personen ist um rund 20 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen im 1. Halbjahr 2020 um knapp 20 Prozent zurückgegangen.

Über 520 Beihilfen für Kurzarbeit bearbeitet

Seit Mitte März wurden im Bezirk Oberpullendorf über 520 Kurzarbeitsbeihilfen bearbeitet. „Mittlerweile haben etliche Betriebe ein Verlängerungsansuchen gestellt. Sehr erfreulich ist, dass bis dato nur zirka 20 Prozent der Firmen um Verlängerung der Kurzarbeitsbeihilfe angesucht haben – das heißt rund 80 Prozent der Firmen sind auf die Kurzarbeitsbeihilfe nicht mehr angewiesen“, weiß Arbeitsmarktservice-Geschäftsstellenleiterin Jutta Mohl.

Dennoch meint sie: „Corona hat uns alle noch fest im Griff. Wir versuchen den Großteil der Betreuung telefonisch oder online zu erledigen. Sollten sie dennoch einen persönlichen Vorsprachetermin bei uns haben, ersuchen wir sie einen Mund-Nasenschutz zu tragen, wenn sie das AMS Gebäude betreten. Der Schutz meiner MitarbeiterInnen ist mir sehr wichtig. Im Bezirk sind 4.100 Personen von Kurzarbeit betroffen oder arbeitslos. Wenn meine MitarbeiterInnen ausfallen, bedeutet das, dass rund 1.500 Personen ihre Leistung nicht oder verspätet ausbezahlt bekommen. Auch die Bearbeitung von Kurzarbeitsanträgen würde sich verzögern und das bedeutet, dass über 430 Betriebe länger auf die Kurzarbeitsbeihilfe warten müssten.“