„Hausarrest“ für Hühner. In Österreich gilt sei Kurzem eine Stallpflicht für Hühner, Anton Schlögl (Schlögl-Ei): „War eine ganz wichtige Maßnahme.“

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Januar 2017 (10:20)
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Gut gerüstet: Johann Werkovits führt aus, dass man gut auf die Stallpflicht vorbereitet ist, da die Hühner im Inneren trinken und fressen können.
Seper

Im gesamten Bundesgebiet Österreichs gilt seit 9. Jänner eine Stallpflicht für Hausgeflügel.

Anton Schlögl von Schlögl-Ei meint dazu: „Es ist ganz wichtig, dass die Stallpflicht verordnet wurde, da die Übertragung von Geflügel auf Geflügel ganz stark ist.“ In seinem Betrieb habe er mit der Stallpflicht keine Probleme, da man einen „Wintergarten“ besitzt, damit die Tiere scharren können, dazu aber nicht nach draußen müssen.

Geflügelpest hoch ansteckend

Da die Geflügelpest hoch ansteckend sei und etwa der Neusiedlersee mit seinen zahlreichen Wildvögeln gar nicht so weit weg sei, ist die Stallpflicht richtig und wichtig, so Schlögl, der etwa 35.000 Legehennen hält und von 80 Zulieferern Eier zukauft.

„Vor zwei Jahren gab es diese Geflügelpest in den USA, damals mussten dort fast 40 Millionen Tiere gekeult werden“, erinnert er sich.

„Im Sommer wäre es unangenehmer“

Auch Johann Werkovits von Werkovits Nudeln führt auf Anfrage der BVZ aus, dass er in seinem Betrieb mit der Stallpflicht wenig Probleme hat.

„Wir sind dahingehend ausgerüstet, dass die Tiere im Inneren trinken und fressen können. Bei dem aktuellen Wetter hätten wir die Hühner aber sowieso nicht nach draußen gelassen“, so Werkovits, der etwa 18.000 Hühner in seinem Betrieb zählt. Im Sommer wäre die Maßnahme unangenehmer gewesen. „Wir hoffen, dass die Stallpflicht Mitte Feber oder Ende Feber wieder aufgehoben wird“, meint er weiter.

"Alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen"

Laut Landwirtschaftskammer sind weltweit bis dato kein keine Erkrankungsfälle von Menschen mit dem Virus „H5N8“ bekannt geworden, es handle sich ausschließlich um eine Tierseuche, welche allerdings alle Arten von Geflügel betreffen kann.

Anton Schlögl meint: „Wir haben alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen.“ Durch die leichte Übertragbarkeit des „H5N8“-Viruses könnten etwa auch Menschen an den Schuhen die Krankheit verbreiten. „Für Betriebe, die davon leben, wäre es wirtschaftlich sehr schwierig, wenn die Geflügelpest ausbrechen würde“, meint Schlögl. Bei Schlögl-Ei wäre es dies vor allem auch im Hinblick auf die kommende Ostereier-Saison.