Hoffen auf baldige Normalität im Tourismus. Coronabedingt konnten die Betriebe bestenfalls sechs Monate offenhalten. Nächtigungen sind daher im Bezirk Operpullendorf um 40,4 Prozent gesunken.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. Februar 2021 (03:41)
Symbolbild
APA/Georg Hochmuth

In dieser Woche wurde vom Land Burgenland die Tourismusstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Darin zeigt sich, dass es im abgelaufenen Jahr im Mittelburgenland ein Minus von 40,4 Prozent bei den Nächtigungen und ein Minus von 43,8 Prozent bei den Ankünften gegeben hat. „Ich bin etwa 35 Jahre im Tourismus und der Gastronomie tätig, aber ein Jahr wie dieses hat es noch nicht gegeben. Und ich hoffe, dass es auch keines mehr geben wird“, so Günter Kurz, Obmann des Tourismusverbandes Lutzmannsburg-Mittelburgenland und Hotelbetreiber in Lutzmannsburg und Oberpullendorf.

Statistik. Im Mittelburgenland gab es im Jahr 2020 um 40,4 Prozent weniger Nächtigungen als 2019. Das Plus in der Stadt Oberpullendorf ist auf einen Fehler in der Statistik 2020 zurückzuführen, in diesem Jahr wurden zu wenige Nächtigungen in der Statistik verzeichnet.
Land Burgenland; NÖN-Grafik: Hammerl

Sein Hotel in Lutzmannsburg hatte 7,5 Monate zu und 4,5 Monate offen. „In Oberpullendorf war es ein bisschen besser, weil wir ein bisschen früher aufgesperrt haben. Aber der Juni war auch durchwachsen“, erklärt er. Kurz führt aus, dass Betriebe im besten Fall sechs Monate offen waren. „Das ist eine dramatische Belastungsprobe für jeden touristischen und auch gastronomischen Betrieb“, meint der Obmann des Tourismusverbandes.

„Ein Jahr wie 2020 ist einmal schaffbar“

Sein Fazit zum abgelaufenen touristischen Jahr fällt so aus: „Ein Jahr wie 2020 ist schaffbar, aber nochmal so ein Jahr wäre katastrophal.“

Er hofft, dass nun so bald wie möglich Normalität einkehren wird. „Die Hoffnung ist, dass die Corona-Impfung diese Restriktionen so schnell wie möglich beseitigt. Es muss schön langsam eine Normalität kommen. Wenn wir mit 1. März aufmachen dürfen – was ich hoffe – wird es noch etwa ein Monat dauern, bis das Geschäft in Fahrt kommt, da ja nicht alle gleich buchen“, führt Günter Kurz weiter aus.

Radtourismus soll Schwerpunkt sein

Im kommenden Jahr soll es seitens des Burgenland Tourismus einen Schwerpunkt in punkto Radtourismus geben. Dabei sollen die Radwege auch erneuert sowie nachjustiert werden. Angedacht ist etwa wie im Südburgenland buchbare Angebote in diesem Bereich zu erstellen – etwa eine Runde um den Bezirk Oberpullendorf. „Radfahren war im Jahr 2020 ein großes Thema, Fahrräder waren teilweise sogar ausverkauft. Daher ist der Burgenland Tourismus auch auf dieses Thema aufgesprungen und möchte es gemeinsam mit den Regionalen Tourismusverbänden unterstützen“, führt Günter Kurz aus. In den nächsten Wochen sollen die Betriebe im Bezirk kontaktiert werden, um herauszufinden, wer sich beteiligen möchte.

Vonseiten des Regionaltourismusverbandes plant man jedenfalls, gemeinsame Werbung auf Schiene bringen. „Der Geschäftsführer Hans Peter Filz hat in diesem Bereich auch ein Pouvoir, bisher war es aber nicht sinnvoll, Werbung zu machen“, führt Kurz aus.