Kinderpornografie: Pensionist vor Gericht. 20 einschlägige Bilder fand die Polizei bei einem Pensionisten. Er wurde verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 29. März 2018 (05:00)
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

„Dummheit gehört bestraft!“, bekannte sich der 68-jährige Pensionist vor Richterin Doris Halper-Praunias zerknirscht schuldig. Er hatte sich von März bis November 2017 Fotos von minderjährigen, teils deutlich unter 14-jährigen Kindern verschafft, die Szenen des Sexualverkehrs zeigten.

Drei der Bilder schickte er per Whatsapp bzw. Facebook-Messenger an andere Personen weiter. „Ich habe bis jetzt eine vorbildliche Ehe geführt. 40 Jahre habe ich im Ausland gearbeitet und immer darauf geschaut, dass meine Familie eine Vorbildfamilie ist“, erzählte der Angeklagte.

„So viel, wie ich schon gestraft bin, können Sie mich gar nicht strafen“Der Angeklagte zur Richterin

Er habe immer viel gearbeitet, seit einem Jahr fehle ihm allerdings die Beschäftigung und als er im Vorjahr auf Kur gewesen sei, da habe ihn „die Langeweile umgebracht“. Die Bilder habe er nicht aktiv gesucht, sondern geschickt bekommen: „Ich war neugierig, was es alles gibt. Sie können sich gar nicht vorstellen, was es alles gibt!“, sagte der Pensionist. Eigentlich sei er „extrem gegen solche Sachen“.

Seine Familie sei aufgrund seiner Handlungen auseinandergebrochen, seine Frau rede mit ihm nicht mehr. „So viel, wie ich schon gestraft bin, können Sie mich gar nicht strafen“, sagte der Angeklagte zur Richterin. „Ich gehe davon aus, dass Sie nicht der klassische Pädophile sind“, meinte diese. Der Mann wurde zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er nahm das Urteil an.