Mehr Taferlklassler, aber weniger Schüler. Im Bezirk Oberpullendorf ist trotzdem keine Volksschule von der Schließung bedroht.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. März 2017 (03:21)
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Taferlklassler: Im Mittelburgenland werden nach derzeitigem Stand 323 Schülerinnen und Schüler mit dem „Ernst des Lebens“ beginnen.
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323 Taferlklassler wird es nach derzeitigem Stand im kommenden Schuljahr 2017/18 in den Schulen des Bezirks geben. Das sind 9 Schulanfänger mehr als im laufenden Schuljahr. Die Gesamtschülerzahl in den Volksschulen sinkt von 1.308 auf 1.299 Schülerinnen und Schüler.

Im Mittelburgenland sei nach derzeitigem Stand keine Volksschule gefährdet, so Pflichtschulinspektor Alfred Lehner von der Außenstelle Oberwart des Landesschulrates, der auch für den Bezirk Oberpullendorf zuständig ist. Nach derzeitigem Stand sehe es gut aus, dass es im Bezirk fünf Klassen mehr geben wird. Welche Schulen betroffen sind, möchte man seitens der Behörde noch nicht bekannt geben, da es hier noch zu Veränderungen kommen könnte.

Zusammenarbeit wird verstärkt

Neu wird im kommenden Schuljahr sein, dass die Zusammenarbeit zwischen Volksschule und Kindergarten verstärkt und mehr Augenmerk auf diese gesetzt wird. Dies ist im Grundschulpaket so verankert, das im September des Vorjahrs in Kraft getreten ist, so Lehner. „Es wird auch gemeinsame Fortbildungen geben. Es geht um das Kind – wir entdecken die Talente des Kindes und sehen, wo hat es Stärken, wo hat es Schwächen“, führt Lehner weiter aus.

Im sogenannten Bildungskompass wird ein Stärkenportfolio des Kindes geführt, dieser wird auch beim Wechsel vom Kindergarten in die Volksschule besprochen. „Ganz wichtig ist auch, dass bei der Einschulung Eltern, Lehrer und Kind dabei sind und hier in Absprache gehandelt wird“, meint der Pflichtschulinspektor.

Man setze hier auf Individualisieriungsmaßnahmen, damit das Kind die Stärken ausbauen kann, meint er weiter. „Das soll so aussehen, dass alle Kinder die Standards erreichen, bei den guten Schülern aber Luft nach oben bleibt“, erklärt Lehner.