Nach Konflikt in Diskothek: Kicker vor Gericht

Erstellt am 22. August 2018 | 09:36
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
Foto: shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy
Nach einem Fußballmatch kam es in einer Diskothek zu einem Konflikt. Angeklagt wurde ein Kicker mit Migrationshintergrund.
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Nach einem Fußballmatch im April dieses Jahres hatten einige Kicker eine Diskothek im Bezirk aufgesucht, um zu feiern. Unter ihnen befand sich auch ein 30-jähriger Fußballspieler, der einst sein Heimatland verlassen hat, um sich in Österreich niederzulassen.

Am Sportplatz sechs Bier getrunken

Er habe damals am Sportplatz sechs Bier getrunken, seine Mannschaft habe gewonnen und man habe dann in der Disko den Sieg gefeiert, berichtete der Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, er habe zwei Diskobesucher verletzt und einen weiteren mit einer zerbrochenen Bierflasche in der Hand gefährlich bedroht. „Einer schüttete mir ein Getränk ins Gesicht, von einem anderen wurde ich geschlagen“, wies der Kicker die Vorwürfe zurück.

„Ich weiß nicht, was diese Leute von mir wollen“, fügte er hinzu. Er habe den Streit zwischen dem Angeklagten und einem anderen Discobesucher schlichten wollen, erzählte einer der geladenen Zeugen, Kicker bei jenem Fußballverein, der am Tag des Vorfalls eine Niederlage einstecken hatte müssen. Alles sei ganz schnell gegangen, so der Zeuge.

Der Angeklagte habe ihm mit der Hand einen Schlag ins Gesicht versetzt, er habe eine Platzwunde an der Lippe erlitten. „Ich sah, wie der Angeklagte die Bar abgeräumt hat“, gab ein weiterer Zeuge bekannt. „Das heißt, er hat die Gläser hinuntergeworfen“, fügte er hinzu. Die Security habe dann den Angeklagten hinausgebracht. Nach rund 30 bis 45 Minuten soll es am Parkplatz vor der Disco zu einem weiteren Zwischenfall gekommen sein.

Prozess vertagt

Der Angeklagte soll sich seines T-Shirts entledigt, und mit nacktem Oberkörper und einer zerbrochenen Bierflasche in der Hand auf einen seiner Kontrahenten losgegangen sein: „Ich stech dich ab, ich bring dich um“, soll der Kicker dabei gedroht haben. Zuvor soll es, wie eine Zeugin berichtete, zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Beleidigende Bemerkungen fielen, der Angeklagte soll die Anwesenden als „Rassisten“ bezeichnet haben.

Der Prozess wurde vertagt, weil der Angeklagte zwei Zeugen namhaft machte, die seine Unschuld beweisen sollen.

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