Nach Unfällen: Überholverbot auf S31 wird geprüft. Auch mögliche zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der B61a werden ausgelotet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. November 2017 (06:04)
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Im Visier: Der Kreisverkehr auf der B61 a bei Oberloisdorf wird von Verkehrssachverständigen unter die Lupe genommen. Kritiker meinen, dass die Hinweistafel auf den Kreisverkehr zu nah zu diesem aufgestellt wurde.

Nach dem tödlichen Unfall auf der S 31 (siehe ganz unten) im zweispurigen Abschnitt zwischen Oberpullendorf Nord und dem Kreisverkehr Steinberg-Dörfl wurden Stimmen laut, die ein Überholverbot sowie eine Tempobeschränkung auf diesem Straßenteil fordern.

Der Straßenerhalter, die ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG), dazu: „Wir lassen die Zweckmäßigkeit eines Überholverbotes in diesem Bereich prüfen. In ein bis zwei Monaten wird es dazu Ergebnisse geben.“

Auch Bezirkshauptmann Klaus Trummer verweist in diesem Zusammenhang auf eine verkehrssicherheitstechnische Prüfung. „Wir sind uns dieser Unfallsituationen bewusst. Wir sind dran, es wird eine Überprüfung geben. Man sollte sich die Frage stellen, ob es hier eine Tempobeschränkung geben soll. Wir werden uns das nochmals anschauen.“

Kritik an Beschilderung des Kreisverkehrs

Ebenfalls geprüft wird laut Trummer die Verkehrssicherheit entlang der B61a, hier im speziellen im Bereich des Kreisverkehrs bei Oberloisdorf. Nach dem schweren Lkw-Unfall, bei dem ein Lenker gerade über den Kreisverkehr gefahren war und sein Lkw in weiterer Folge abhob und über diesen „segelte“, wurde Kritik laut, dass hier der Bau einer Brücke anstelle des Kreisverkehrs sinnvoller gewesen wäre und die bestehende Beschilderung nicht ausreichend bzw. die Hinweistafel für den Bremsweg eines Lkw zu nah am Kreisverkehr stehen würde.

„Dieser Kreisverkehr wurde richtlinienkonform umgesetzt und ist auch von der Bezirkshauptmannschaft so verordnet worden“, betont der Baudirektor des Landes, Wolfgang Heckenast. „Im Kreisverkehr selbst wurden zur Betonung des Verlaufes des Fahrbahnrandes zusätzlich rückscheinende Leuchtmittel installiert.“ Diese reflektieren das Licht, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden.

„Man kann über zusätzliche Maßnahmen diskutieren, ich wehre mich aber gegen einen Schilderwald“, so Heckenast. „Durch den relativ kurzen Abstand zwischen Rabnitz und Landesstraße hätte man für eine Brücke einen Riesendamm bauen müssen und die Straße wäre auch relativ steil gewesen. Der Kreisverkehr ist eine sinnvolle Lösung für Verkehrsteilnehmer und auch für die Landschaft.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl meinte auf Anfrage der BVZ, dass er sich vorstellen könnte, mit Bodenmarkierungen vor dem Kreisverkehr etwas zu machen. „Die zuständigen Feuerwehren haben schon Respekt vor dem Winter, zumal die Straße in dem Bereich bergab geht“, so Reidl.