Naturparke: Anrtenvielfalt schützen und fördern. Biodiversitätsexpertinnen unterstützen wertvolle Lebensräume bei Erhaltung und Weiterentwicklung ihrer biologischen Vielfalt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:55)
Setzen sich für Artenvielfalt ein. Kaisersdorfs Bürgermeister Horst Egresich, Obmannstellvertreter im Naturpark Landseer Berge, Katharina Schabl, Cornelia Mähr, Landesvize Astrid Eisenkopf, Andrea Grabenhofer, Thomas Böhm und Marlene Hrabanek-Bunyai. 
Grabner

„Wir können stolz sein, unsere sechs Naturparke zu haben, denn sie stehen für eine intakte Natur vor der eigenen Haustüre“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf.

Über ein ELER-Projekt, das nun um weitere zwei Jahre verlängert wird, konnten vier Biodiversitätsexpertinnen für die sechs burgenländischen Naturparke angestellt werden: Andrea Grabenhofer für den Welterbe Naturpark Neusiedler See-Leithagebirge, Marlene Hrabanek-Bunyai für den Naturpark Rosalia-Kogelberg, Katharina Schabl für den Naturpark Landseer Berge und Naturpark Geschriebenstein sowie Cornelia Mähr für den Naturpark in der Weinidylle und den Naturpark Raab.

„Sie unterstützen unsere Naturparke bei deren Weiterentwicklung. Mit diesen Biodiversitätsexpertinnen haben wir in den burgenländischen Naturparken die fachlich notwendige Expertise etabliert, die uns dabei unterstützt, unsere wertvollen Lebensräume und unsere wunderschöne charakteristische Kulturlandschaft mit ihrer biologischen Vielfalt zu erhalten, denn wir wollen, dass das Burgenland von morgen dieselbe Lebensqualität aufweist, wie wir sie heute vorfinden“, so Eisenkopf.

Die Biodiversitätsexpertinnen arbeiten konkret an der Erhebung des Bedarfs von Artenschutzprojekten, sie betreuen Naturparkschulen und Naturparkkindergärten, entwickeln Angebote im Bereich der Führungs- und Exkursionsprogramme, arbeiten Pflegekonzepte für besondere Lebensräume aus und initiieren Freiwilligenprojekte zur Pflege wertvoller Flächen und betreiben Bewusstseinsbildung über den Wert der Schutzgebiete und deren Artenvielfalt.

Im Naturpark Landseer Berge wird der Schwerpunkt im kommenden Jahr auf Artenschutzmaßnahmen zum Thema Vogel- und Insektensterben liegen, wobei insbesondere Schwalben im Fokus des Projekts stehen. Auch im Naturpark Geschriebenstein wird der die Bewusstseinsbildung zum Insekten- und Vogelsterben Hauptthema sein. Im Zuge dessen soll ein Bienenlehrpfad entstehen. „Wir wollen auch den Wiedehopf, der eine sehr charakteristische Art ist, in den Vordergrund stellen“, erklärt Biodiversitätsmanagerin Katharina Schabl. Es soll auch aufgezeigt werden, was Menschen im eigenen Garten umsetzen können, um Insektensterben zu verhindern.